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Eine Weihnachtsgeschichte

Die Wichtel und das Geheimnis der Buchstaben

Weihnachtsmotiv

Es war kurz vor Weihnachten, und der Wald lag voll Schnee. Tom, das Eichhörnchen, saß mit Karla, der Feldmaus, in Karlas Höhle, und beide warteten auf Oliver, den Fuchs. Denn die drei wollen zusammen ihr Weihnachtsfest vorbereiten. Als es an die Tür klopfte, trat aber nicht – wie erwartet – der Fuchs in die Höhle ein, sondern ein kleiner Wichtel. Er war nicht viel größer als Tom. Er trug große rote Schuhe, eine rote Hose, darüber eine rote Jacke und auf dem Kopf eine grüne Zipfelmütze. Tom und Karla fragten sich verwundert, was er bei ihnen wollte. Der Wichtel sagte: "Ich heiße Rotschuh, und ich arbeite beim Weihnachtsmann." Als Rotschuh das gesagt hatte, wurden die Augen der beiden noch viel größer. Sie fragten ihn, was er denn von ihnen wolle. "Hilfe", sagte Rotschuh. Und dann fing er an zu erzählen, wie der Weihnachtsmann von der Leiter gefallen war, und sich den Fuß verstaucht hatte. Jetzt mußte er den ganzen Tag im Bett liegen, damit er am Heiligen Abend wieder mit seinem Schlitten zu den Kindern fahren konnte, um ihnen die Geschenke zu bringen. Als Rotschuh gerade sagen wollte, warum er eigentlich da war, trat Oliver zur Tür herein und begrüßte Rotschuh wie einen alten Freund. "Ihr kennt Euch?" fragten Karla und Tom. "Aber sicher", antwortete der Fuchs. "Das ist doch Rotschuh; er hat mir im letzten Winter das Leben gerettet, und als Dank bot ich ihm an, ihm jederzeit zu helfen." Nach der Begrüßung erzählte Rotschuh, daß die Drei doch bitte mit zum Weihnachtsmann kommen sollten, denn dieser bräuchte ihre Hilfe. Alle waren sofort damit einverstanden und zogen sich noch schnell etwas Dickeres über. Mit dem Schlitten flogen sie zum Weihnachtsmann. Am Nordpol angekommen, brachte Rotschuh Karla, Tom und Oliver sofort zum Krankenlager des Weihnachtsmannes. Wie der sich über den Besuch der Drei freute! Der Weihnachtsmann erzählt von seinem Unglück auf der Leiter. Und weiter erzählte er ihnen, daß er in der ganzen Welt Wichtel habe, die das ganze Jahr über etwas für ihn vorbereiteten, und das müßte nun abgeholt werden. "Von uns?" fragten die Drei. "Ja", antwortete der Weihnachtsmann. "Rotschuh wird Euch begleiten. Und im Schlitten liegt die Liste der Länder, in die ihr fliegen müßt. Also viel Glück; und beeilt Euch!" Die Vier stiegen in den Schlitten und brausten los. Als erstes flog der Schlitten nach China. Der Schlitten landete auf einer Wiese. Kaum waren die Vier ausgestiegen, kamen ihnen auch schon zwei Wichtel entgegen gelaufen. Der eine trug ein S und der andere ein N. Alle fragten sich, was denn das zu bedeuten hatte, doch niemand wußte die Antwort. Rotschuh und die anderen bedankten sich und flogen Richtung Rußland. Kurz vor Rußland fing es fürchterlich zu schneien an. Der Schlitten konnte jedoch gerade noch rechtzeitig auf einem Hinterhof landen, wo schon ein E und ein T auf sie warteten, allerdings kein Wichtel. So flogen sie weiter in die Türkei. Welche Buchstaben wohl dort auf sie warteten? Als sie weiterflogen, hatten sie ein F und ein I an Bord! Sie flogen über Ungarn, Österreich und die Schweiz. Als sie in Belgien landeten, füllten noch weitere Buchstaben wie ein H, ein N, ein A, ein S, noch ein S und ein O den Schlitten! In Belgien bekamen sie bei Tee und Kuchen ein I und ein E. Dann mußten sie weiter nach Holland, um ein N und ein T in Empfang zu nehmen. In Dänemark mußte sich Tom auf ein E und Karla auf ein W setzen! In Frankreich luden Wichtel ein S und ein H in den Schlitten! "So", sagte Rotschuh, "jetzt müssen wir nur noch nach Italien, und dann zurück zum Weihnachtsmann!" Alle freuten sich darauf, denn sie waren schon lange unterwegs. Ihnen war sehr kalt, und sie wollten wissen, was es mit den Buchstaben auf sich hatte!

In Italien bekamen sie ein E, ein H und zwei C. Als sie – zurück beim Weihnachtsmann – die Buchstaben ausluden und ihn fragten, was das Ganze sollte, lachte dieser nur und sagte: "Ich wünsche Euch allen

EIN SCHÖNES WEIHNACHTSFEST!!!!!"

Jetzt wußten alle, warum sie die Buchstaben gesammelt hatten, und freuten sich, daß sie dem Weihnachtsmann hatten helfen können.

Also:

EIN SCHÖNES WEIHNACHTSFEST!!!!!

Julia Bakowski

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