zurück zur Startseite der Ev. Jugend Rotthausen

zurück zum Verzeichnis der Geschichten

Eine Geschichte für Kinder zum Nachspielen

Kasperle und das Spuk-Gespenst

SpukgespenstKasperle kommt pfeifend von links aus dem Wald.

K: Oh, hallo Kinder, ist heute nicht ein schöner Tag?

Also mir geht es sehr gut. Ich habe nämlich gefaulenzt und gefaulenzt und jetzt bin ich so ausgeruht – ich habe Lust, etwas zu erleben.

Habt Ihr vielleicht eine Idee, was ich tun könnte?

(Kinder erzählen.)

Oh, ich glaube, jetzt weiß ich, was ich tu´: ich besuche die Prinzessin. Die Prinzessin war in Urlaub, und ich möchte doch wissen, wie es ihr am Meer gefallen hat.

Kasperle geht zum Tor und klopft an, Prinzessin guckt vorsichtig um die Ecke.

P: Kasper, bist Du das?

K: Natürlich bin ich das. Wer sollte es denn sonst sein?

P: Na, weißt du, bei uns ist es im Moment ein wenig unheimlich. Es spukt bei uns im Schloß.

K: Was, es spukt? Seit wann denn?

P: Nun – wir sind gestern aus dem Urlaub zurückgekommen, und in der Nacht konnte ich kaum schlafen, denn immer raschelte es irgendwo, oder Türen knallten.

Meinem Vater ist es auch nicht geheuer. Ich glaube, wir müssen uns ein neues Schloß suchen.

K: Nein, das kommt nicht in Frage. Wir sollten herausfinden, was hier los ist, bevor ihr auszieht.

Vielleicht sollte ich heute bei Euch schlafen, dann kann ich Euch vielleicht helfen herauszufinden, wer Euch hier ärgert.

P: Das wäre gut. Ich hole Dir eine Decke.

Prinzessin geht in das Schloß und kommt mit einer Decke zurück, Kasper spricht in der Zeit mit den Kindern.

K: Und Ihr, liebe Kinder, müßt uns auch helfen. Ihr müßt mir sagen, wenn das Gespenst kommt, damit die Prinzessin und ich es fangen können. Ah, da kommt die Prinzessin schon wieder.

P: Hier hast Du eine Decke, Kasper. Ich hoffe, sie ist warm genug.

K: Danke, Prinzessin, ich bin auch schon richtig müde geworden. Dann werde ich mich mal hinlegen. Ich wünsche Dir eine gute Nacht, Prinzessin.

Die Kinder haben mir versprochen, gut auf uns aufzupassen. Also, mach´ Dir keine Sorgen Prinzessin, und geh´ ruhig ins Bett.

Prinzessin geht in das Schloß, und Kasper legt sich bei den Kindern schlafen; man hört ihn schnarchen; nach einiger Zeit kommt das Gespenst und ärgert den Kasper.

K: Hey – laß mich in Ruhe – geh weg – ich will schlafen.

Das Gespenst ärgert den Kasper eine Weile und verschwindet dann plötzlich.

Der Kasper schläft weiter. Am nächsten Morgen wird er von der Prinzessin geweckt.

P: Kasper – steh auf, es gibt Frühstück – Kasper! Was ist dir denn passiert ? Was ist mit Deiner Mütze?

K: Ach, Prinzessin. Du hattest Recht. Da war wirklich ein Gespenst. Und dieses Gespenst hat mich ziemlich geärgert. Stimmt doch, Kinder, Ihr habt es doch auch gesehen, oder?

Aber weißt Du was, liebe Prinzessin, etwas hat mich an dem Gespenst gestört.

Paß mal auf, ich will Dir etwas zeigen. Dreh Dich bitte, um und halte Dir die Augen zu.

Prinzessin dreht sich zu den Kindern und hält sich die Hände vor das Gesicht.

Währenddessen versteckt Kasper sich unter einem weißen Tuch und ruft dann die Prinzessin.

K: Prinzessin, dreh´ Dich bitte um.

Prinzessin dreht sich um, und Kasper spielt Gespenst.

K: Huuuuuuhuuuuuuu!

P: Hilfe, Hilfe, Kasper, wo bist Du – das Gespenst ist da. So komm doch!!!

Kasper zieht sich das Tuch vom Kopf.

K: Prinzessin – hier bin ich doch! Ich wollte Dir mal zeigen, wie einfach man sich zum Gespenst machen kann.

P: Also könnte jeder sich als Gespenst verkleiden? Meinst Du das???

K: Ja, das meine ich. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wer sich da immer als Gespenst verkleidet, um Dich und Deinen Vater zu erschrecken.

P: Und wie willst Du das machen?

K: Also, ich... Kasper flüstert in das Ohr der Prinzessin und spricht dann zu den Kindern.

K: Wenn Ihr das Gespenst seht, müßt Ihr ganz laut rufen: Prinzessin / Kasper kommt!

Dann werden wir das Gespenst fangen. Alles klar ? Dann los!

Kaper versteckt sich im Wald, und die Prinzessin versteckt sich im Schloß.

Der verkleidete Räuber kommt aus dem Wald und schaut sich vorsichtig um.

Kinder rufen den Kasper und die Prinzessin. Die beiden nehmen das vermeintliche Gespenst in die Mitte.

K: Wen haben wir denn da? Du willst ein Gespenst sein?

Kasper nimmt dem Räuber die Verkleidung ab.

P: Du bist doch der Räuber Langfinger. Was soll denn das? Warum spielst Du denn bei uns das Gespenst?

R: Ich wollte doch nur in so einem schönen Schloß wohnen wie die Prinzessin und ihr Vater. Ich dachte, wenn ich ein wenig hier spuke, dann würden die Prinzessin und ihr Vater das Schloß verlassen, und ich hätte hier wohnen können, denn meine Räuberhöhle gefällt mir nicht mehr.

K: Was machen wir denn jetzt mit Dir? Du hast der Prinzessin nämlich einen ganz schönen Schrecken eingejagt.

P: Wie wäre es denn, wenn wir Dir hülfen, Deine Höhle zu verschönern, damit Du Dich wieder darin wohlfühlst?

R: Das wäre eine gute Idee. Darf ich Euch denn noch einmal besuchen kommen?

P: Ja, aber nur, wenn Du uns nicht mehr so erschreckst. Zur Feier des Tages sollten wir eine Party feiern. Was hältst Du davon, Kasper?

K: Oh ja, ich weiß auch schon, wen wir alles einladen: Oma, Seppel, Gretel, die ganzen Kinder hier – Ihr habt doch Lust auf eine Party?

Wir, die Prinzessin, der Räuber und ich schmücken jetzt das Schloß, und Ihr könnt jetzt viele schöne Spiele machen. Viel Spaß! TSCHÜß Kinder!!!!!!

Tanja Kolenda

zurück zum Verzeichnis der Geschichten

zurück zur Startseite der Ev. Jugend Rotthausen