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Selbstbehauptungstraining für Kinder

Zielgruppe
25 Kinder im Alter von 6-12 Jahren

Zeitpunkt der Veranstaltung
Mo 14.7.-Fr. 18.7.2008, jeweils 10-14 Uhr

Kennenlernen & Kooperation
Zu Beginn des Kurses sollen die Teilnehmer sich zunächst kennen lernen. Durch verschiedene Kooperationsübungen wird der Zusammenhalt gestärkt und die Gruppe kann zueinander finden. Im Rahmen der gemeinsamen Lösungsfindung werden erste Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Teamarbeit, Vertrauen und Konfliktlösung trainiert.

Förderung von Selbstvertrauen
Im Anschluss daran sollen die Teilnehmer lernen, auf sich und andere zu vertrauen. Zunächst geht es darum, sich über seine eigenen Stärken klar zu werden. Jedes der Kinder erhält die Möglichkeit, seinen eigenen Stärkenbaum zu basteln und dort seine Herkunft, seine persönlichen Stärken, die es schon hat sowie diejenigen, die vielleicht noch wachsen sollen, grafisch darzustellen und den anderen vorzustellen. Indem die Teilnehmer sich zunächst Gedanken über ihre eigenen Fähigkeiten machen und diese im Anschluss auch anderen mitteilen, wird das eigene Selbstvertrauen nachhaltig gestärkt. Durch die graphische Darstellung hat jedes der Kinder ein Andenken, vor allem aber eine Erinnerung daran, was es sich schon so alles zutraut. Dies kann hilfreich sein in Zeiten, in denen das Selbstbewusstsein mal etwas angeschlagen ist. Anschließend sollen die Teilnehmer auch spielerisch lernen, sowohl auf ihre eigenen als auch auf die Stärke der anderen zu vertrauen. Verschiedene vertrauensbildende Übungen sollen ein Lernen durch praktisches Erleben ermöglichen, um so auch den Transfer in den Alltag zu gewährleisten.

Eigene Grenzen kennen lernen und Situationen einschätzen
Ein weiterer Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit den eigenen Grenzen. Die Teilnehmer sollen sich Gedanken dazu machen und ausprobieren, wie nahe ihnen andere Menschen kommen dürfen und wo sie jemand berühren darf und wo nicht. Neben dem Wissen um die eigenen Grenzen geht es auch darum, zu lernen, wie ich diese Grenzen verteidige, ohne dabei gewalttätig zu werden. Ein bestimmendes „Nein“ sowie die entsprechende Körpersprache werden eingeübt und ausprobiert. Im weiteren Verlauf geht es darum, Situationen richtig einzuschätzen, um so einer Gefahr oder einer Streitigkeit aus dem Weg zu gehen. Denn wer es gewohnt ist, sein Bauchgefühl ernst zu nehmen und darauf zu hören, handelt oftmals besonnener.

Argumentationstraining
Im Rahmen eines Argumentationstrainingsblockes sollen die Teilnehmer lernen, sich verbal durchzusetzen. Es geht darum, Konflikte gewaltfrei und argumentativ statt durch Schreierei oder gar Gewalt zu lösen. Die Kinder haben die Möglichkeit, in verschiedenen Übungen und Rollenspielen ihr Konfliktlösungsverhalten zu trainieren und umfassend zu reflektieren. Auch „Nein“ sagen soll eingeübt werden. Klassische Kommunikationsfallen werden kindgerecht aufgearbeitet und spielerisch dargestellt.

Intervention
Zuletzt lernen die Kinder, richtig zu reagieren, wenn es doch mal heiß hergeht. Sie sollen lernen, in gewalthaltigen Situationen ihre Körperhaltung und vor allem ihre Stimme einzusetzen. Ein deeskalierendes Verhalten und Eingreifen gegenüber verbalen Angriffen und auch gegenüber körperlichen Übergriffen wird thematisiert und ausprobiert. Verschiedene Selbstverteidigungsmöglichkeiten als letztes Mittel werden ebenfalls dargestellt und ausprobiert.

Melanie Meier

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