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Mittagsbetreuung für Hauptschüler 2002

Projekthintergrund
Seit 2001 bieten wir in Zusammenarbeit mit der Rotthauser Hauptschule Am Dahlbusch eine Mittagsbetreuung für Schüler an.
Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der gestaltete sich dabei sehr kooperativ; wir arbeiten auf der Grundlage einer gemeinsamen Konzeption für das Projekt.
Die konkrete Durchführung des Projektes ist leider mit vielfältigen Problemen verbunden: So ist es zum Beispiel schwierig, für die Mittagszeit zuverlässige Mitarbeiter zu finden, die das Projekt kontinuierlich betreuen. Nicht näher auslassen möchte ich mich hier über die übergeordnete Schulbürokratie, die einem die Freude an der Durchführung dieses ohnehin schwierigen Projektes schon vermiesen kann.

Grundsätzliche Überlegungen
Die Kinder und Jugendlichen, die die Rotthauser Hauptschule besuchen, benötigen in vielerlei Hinsicht eine verstärkte Beachtung und Förderung.
Viele sind es nicht mehr gewohnt, ihren Tag sinnvoll zeitlich und arbeitsmäßig zu strukturieren, da die familiären Strukturen nicht genügend Rückhalt geben.
Die Konzentrationsfähigkeit einiger Schüler ist beeinträchtigt; ihre schulischen Leistungen im allgemeinen und die Leistungen, die sie in ihren Hausaufgaben zeigen, weisen starke Mängel auf.
Das Sozialverhalten zahlreicher SchülerInnen läßt stark zu wünschen übrig; einige Kinder sind hyperaktiv.
Manche Eltern können ihren Kindern aufgrund von Berufstätigkeit oder aus anderen Gründen nicht die in vielerlei Hinsicht notwendige umfassende Betreuung und Förderung zukommen lassen.
Es gibt auch Schüler, die nicht mehr regelmäßig zu Mittag essen.

Ziele des Projektes
Aus den obigen Ausführungen ergeben sich letztlich die Ziele, die hier noch einmal aufgeführt werden:
· Kooperation zwischen Schule und Jugendzentrum im Stadtteil im Sinne einer effektiven sozialraumorientierten Arbeit
· Unterstützung der Eltern bei der Erziehung und Förderung ihrer Kinder
· Eine sinnvolle Planung des Tagesablaufs
· Förderung der Konzentrationsfähigkeit
· Stärkung des Sozialverhaltens
· Besonderes Eingehen auf hyperaktive Kinder
· Gemeinsames Mittagessen
· Hilfe bei der Anfertigung der Hausaufgaben
· Das Angebot verschiedener Projekte zur sinnvollen Freizeitgestaltung und Förderung verschiedener Fähigkeiten und Fertigkeiten

Zielgruppe und praktische Umsetzung
Wir wenden uns mit dem Projekt an insgesamt 15 Kinder ab Klasse 5, die an drei Tagen in der Woche in unserem Jugendzentrum betreut werden sollen.
Nach eingehenden Überlegungen halten wir es für sinnvoll, unser Angebot für die Schüler und Eltern so verbindlich wie möglich zu machen.
Das heißt z.B., daß die Schüler angemeldet werden müssen und daß die Eltern einen finanziellen Eigenbeitrag für die von uns erbrachten Leistungen zahlen. Sie sollen ebenfalls in die Planung, Durchführung und Begleitung des Projekts einbezogen werden.
Wir wollen Eltern und Schülern gegenüber die Sinnhaftigkeit und Attraktivität unseres Angebots in den Vordergrund stellen und wünschen uns dafür auf der anderen Seite eine verbindliche Teilnahme der Schüler und aktive Unterstützung durch die Eltern. Diese Verbindlichkeit hat zwar bisher in der Praxis nicht so funktioniert, sie bleibt aber nach wie vor erstrebenswert. Nach wie vor geht es uns um eine größtmögliche Planungssicherheit für alle Beteiligten.
Unser Angebot besteht aus drei „Bausteinen“:
1. dem gemeinsamen (warmen) Mittagessen
2. der Hausaufgabenbetreuung
3. drei speziellen Projekten, wobei ein Projekt jeweils einmal pro Woche an einem Wochentag ein halbes Jahr lang angeboten werden soll.

In die Mittagessenversorgung sollen die Eltern einbezogen werden.
Die Hausaufgabenbetreuung soll von Lehrern sowie Honorarkräften durchgeführt werden.
Für die Projekte werden Honorarkräfte angeworben.
Im Hinblick auf die Inhalte der Projekte hat sich gezeigt, daß es eher auf die Verläßlichkeit der Mitarbeitenden als auf den speziellen Inhalt ankommt.
Projektinhalte, die in Frage kommen, sind:
· Umgang mit dem Computer
· Musik und Tanz
· Erlebnispädagogik
· Trommelworkshop
· Zirkus

Nach jeweils einem halben Jahr wird überprüft, welche Projekte weiterlaufen und welche neu angeboten werden sollen.

Es sind regelmäßige Treffen der Verantwortlichen der Schule und von unserer Seite geplant, um den Projektstand zu reflektieren.
Dazu kommen Treffen mit den beteiligten Projektleitern und Eltern, um einen ständigen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten.

Ralf Müller
 
 

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