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Tannibunny kann nicht schlafen
Tannibunny
Eines Tages, als unsere beiden Bunnys, nämlich Bibabunny und Tannibunny, von einem Ausflug zurückkamen, war es schon sehr spät, so gegen acht.
"Liebe Tannibunny, laß uns schlafen gehen, ich bin schrecklich müde, und wir wollen doch auch morgen wieder einen so schönen Tag haben wie heute."
Die beiden waren Schlauchbootfahren  gewesen, und Tannibunny dachte sich: "Wenn der Tag morgen auch so schön wird, dann geh ich jetzt gerne schlafen."
So krochen die beiden in den Bau, Bibabunny legte sich in sein Bibabett, und kaum hatte er sich zugedeckt, war er auch schon eingeschlafen.
BibabunnyTannibunny in ihrem Tannibett hatte sich zwar auch zugedeckt, aber schlafen konnte sie nicht.  Sie drehte sich auf die rechte Seite und machte "haaaaach", drehte sich auf die linke Seite und machte "haaaaaach", und als sie sich auf den Rücken legte, sagte sie wieder "haaaach", aber diesmal lauter. Schrecklich langweilig war das, und Biba schlief immer noch.
Weil es Sommer war und noch schön warm draußen, dachte sich Tannibunny, daß sie ja eigentlich vor die Tür gehen könnte, denn frische Luft soll ja müde machen, das hatte ihr der Biba einmal gesagt. So tapste sie aus ihrem Tannibett, raus an die frische Luft; und inzwischen war es auch schon dunkel geworden. Tanni setzte sich auf die Wiese, streckte ihre Pfoten aus und schnaufte einmal tief durch.
"Tannibunny, was machst Du denn hier draußen?", fragte Bibabunny auf einmal. Der war nämlich doch wach geworden und hatte sich Sorgen um sie gemacht.
"Ach Bibabunny, ich kann nicht schlafen, und mir ist schrecklich langweilig!!!", antwortete Tanni.
Biba setzte sich neben sie ins Gras und schaute in den Himmel. Es war eine schöne Sommernacht, und am Himmel waren viele Sterne, die man ganz genau sehen konnte, weil das Wetter so schön war.
Da meinte Biba: "Schau mal, da ist der große Bär! Da fällt mir eine Geschichte ein!",  und zeigte ihr den großen Bären in den Sternen.
"Eine Geschichte !!!", jubelte Tannibunny, denn sie liebt die Biba-Geschichten über alles.
"Vor langer, langer Zeit", begann der Bibabunny, "da gab es in einem großen Wald einen Bären..." Tannibunny legte sich ins Gras und lauschte der Geschichte vom Biba.
"... und der Bär hatte eine ganz liebe Bärenfamilie. Da war Frau Bär, die kochte besonders guten Honigkuchen, und Tochter Bär, die half ihr dabei. Und mit dem Sohn Bär ging der große Bär immer zum Fischefangen an den großen Fluß. Natürlich hatten sich alle schrecklich lieb. Aber trotzdem ging es der
lieben Bärenfamilie nicht so gut, denn es gab einen Bärenkönig in dem Wald, der war furchtbar böse. Manchmal kam er vorbei, nahm den Honigkuchen und die Fische mit, und die arme Bärenfamilie hatte nichts mehr zu essen. Als der große Bär wieder einmal mit seinem Sohn Bär im Wald unterwegs war und beide schrecklichen Hunger hatten, kam ein kleiner Hase vorbei. Und weil die beiden gar nichts mehr zum Essen hatten, wollten sie den Hasen jagen. Aber der sagte: "Wenn ihr mich leben laßt, dann habt ihr einen Wunsch frei!!!"
Weil der große Bär ein lieber Bär war und dem Hasen nicht gerne was zuleide getan
hätte, wünschte er sich einen Wagen voll mit Essen, und der Wagen sollte nie leer werden. Kaum hatte er das gesagt, war der Hase weg und ein Wagen voll mit den leckersten Bärenleckereien stand vor ihnen. Von da an hatte die liebe Bärenfamilie immer genug zu essen, und wenn der Bärenkönig vorbeikam
und ihnen die Fische und Honigkuchen wegnahm, dann mußten sie heimlich kichern...
... schau Tannibunny, deswegen heißen die Sterne, die ich Dir vorher gezeigt habe, auch "großer Wagen", und weil die Bären so lieb waren und den Hasen nicht gefangen haben, sind wir jetzt hier und haben so viel Spaß miteinander. Das war nämlich unser Urahnbunny !"
Aber das hörte Tannibunny schon gar nicht mehr, denn die war längst
eingeschlafen und träumte vom Schlauchbootfahren...

Tanja Jakob-Sula
 

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