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Wir sind das Ruhrgebiet – Gelsenkirchen-Rotthausen gestern, heute und morgen

 

Inhalt, Zielgruppe, Termine

Unterthemen:

Ruhrgebiet Einwanderungsland

Vom schwarzen Gold zur innovativen Stadt

Meine Stadt der Zukunft – Mein Paradies

Was bedeutet Heimat für mich? – fremd und daheim – alle sind irgendwie anders, und wir leben doch zusammen

Zeitraum: Mo-Fr 22.7.-2.8.2013 jeweils 10-14 Uhr

Abschlusspräsentation Fr 2.8.2013 15-17 Uhr

Zielgruppe: 90 Kinder im Alter von 6-12 Jahren

 

Industriegeschichte der Stadt und des Stadtteils, der  Sozialraum, in dem die Kinder leben, der Projekthintergrund, Schulkooperationen

Gelsenkirchen-Rotthausen ist ein Stadtteil im Gelsenkirchener Süden, der exemplarisch für die Industriegeschichte der Stadt steht. Geprägt wurde die Stadt von Industrien wie Bergbau, Stahl, Textil, Glas- und Spiegel und Chemie.

Früher als Stadt der 1000 Feuer bekannt (aufgrund der Abfackelung von Koksofengas, dann aber auch im übertragenen Sinn), sind die meisten dieser Feuer längst erloschen.

Die Einwohnerzahl Rotthausens ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesunken.

Früher wie heute kommen die Einwohner aus vielen verschiedenen Ländern, was sich auch bei den Kindern der Zielgruppe zeigt, von denen viele einen Migrationshintergrund haben.

Heute kennen viele der Kinder den industriegeschichtlichen Hintergrund des Stadtteils nicht mehr, so dass eine unserer Aufgaben es sein wird, ihnen diesen nahezubringen. Zudem stammen viele Kinder aus Zuwandererfamilien.

Wir arbeiten mit den drei Rotthauser Schulen, also der Hauptschule und den OGS-Bereichen der beiden Grundschulen zusammen. Die Schulen sind diejenigen, die in erster Linie die Kinder schicken werden, die an unserem Projektangebot teilnehmen werden.

Die größte Herausforderung unseres Projektes dürfte es sein, Industriegeschichte kindgerecht aufbereitet in Kinderkultur umzusetzen. Die Vergangenheit realistisch, nicht nostalgisch zu betrachten, und trotzdem Spaß dabei zu vermitteln.

Eine kindgerechte Umsetzung hierfür bietet das Buch:

Mick, Elisabeth (2009): Mit der Maus durch die Metropole Ruhr. 2000 Jahre Geschichte für Kinder. Köln: Bachem

Ebenfalls brauchbar ist:

Krueger, Susanne (2008): Mit Kindern unterwegs – Rund ums Ruhrgebiet. Bietigheim-Bissingen: Fleischhauer & Spohn

Mit einer so großen Gruppe bzw. mit 4 Untergruppen lässt sich nicht überallhin eine Exkursion durchführen. Das Bergbaumuseum Bochum bietet jedoch diese Möglichkeit, wobei wir uns hier auf die Geschichte des Bergbaus konzentrieren müssen (Thema der Führungen: „Unter Tage“).

 

Freizeitgestaltung früher (und heute)

Neben der industriellen Realität und der Welt der Arbeit soll es aber auch darauf ankommen, den Kindern zu zeigen, wie die Menschen im Ruhrgebiet früher ihre knapp bemessene Freizeit verbracht haben, welche Freizeitmöglichkeiten es gab, und welche Freizeittraditionen heute noch fortbestehen.

Taubenzucht, Fußball, der Baldeneysee oder Parks wie die Essener GRUGA sind hier zu nennen. In der GRUGA wird uns eine Führung / ein Kurs der „Schule Natur“ hinsichtlich des Lebenskreislaufs der heimischen Tier- und Pflanzenwelt angeboten.

Ebenfalls interessant ist die Frage, welche Spiele Kinder früher gespielt haben, und welche man davon auch heute noch oder wieder spielen kann. Beispiele hierfür wären Gummitwist oder Hinkeln (Hüpfen) sowie Murmelspiele.

Hierzu werden wir folgendes Buch nutzen:

Spiegel, Helmut (2005): Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern. Verlorene Kinderspiele in Geschichten aus dem Ruhrgebiet. 3. Auflage. Bottrop: Henselowsky Boschmann

Für die Murmelspiele empfiehlt sich folgendes Buch:

Holler, Renée (1987). Murmeln; Schusser, Klicker. 2. Auflage. München: Hugendubel

 

Roter Faden, Auftakt- und Abschlussmoderation

Am ersten Tag des Projekts findet eine Auftaktveranstaltung für die Kinder statt.

Der rote Faden sieht so aus, dass ein „Touristeninformationsbüro“ Gästen von Auswärts das Ruhrgebiet in Geschichte, Gegenwart und Zukunft präsentieren wird.

Im weiteren Verlauf des Projekt werden die Kinder vorwiegend in vier Gruppen arbeiten, deren Aufgabe es u.a. sein wird, auf der Jugendheimbühne etwas bei der Aufführung am letzten Tag für die Eltern und weiteren Interessierten zu präsentieren.

Mögliche Unterthemen, mit denen sich die Gruppen beschäftigen sollten, können sein:

Bei der moderierten Abschlussveranstaltung soll die Idee des Touristeninformationsbüros wieder aufgegriffen werden. Das Thema wird also in Form einer kinderkulturellen Aufführung inhaltlich umgesetzt.

Kultur ist nicht per se ein Bestandteil der Lebenswelt der Kinder, sie wird ihnen häufig, wie in diesem Fall auch, in unserer Einrichtung erst nahegebracht.

Ziel dabei ist es, die Kinder früh an Kultur heranzuführen, ihnen zugleich die Möglichkeit zu geben, selbst etwas zu präsentieren und sich für ihre kulturellen Leistungen mit Applaus, verbunden mit einer Steigerung des Selbstwertgefühls, belohnen zu lassen.

Neben der inhaltlichen und kulturorientierten Arbeit in den Gruppen und den Proben für die Abschlussaufführung wird unser Thema durch zwei Exkursionen (Bergbaumuseum Bochum und GRUGA Essen) inhaltlich unterfüttert.

 

Auswertung und Dokumentation

Ausgewertet wird die Veranstaltung im Mitarbeiterteam, dokumentiert wird sie durch Photos und Videoaufnahmen; die Presse wird informiert.

 

Ralf Müller, Diplom-Pädagoge

 

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