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Piraten ohne Schiff auf der Jagd nach Geld und Gold

PiratenflaggeIm Hafen einer kleinen Hafenstadt, in der Nähe des alten Leuchtturms, wurden noch vor gar nicht langer Zeit Piraten gesehen. Diese wollten gern zur See fahren, hatten aber kein Schiff.

Sie versammelten sich deshalb zunächst einmal in der alten Hafenkneipe unter dem Seeräuberbild, dem Anker und der Angel, um sich zu beraten. Draußen blinkte der Leuchtturm, aber noch kam den Piraten die Erleuchtung nicht.

Um richtig in Stimmung zu kommen, sangen sie erst einmal das Lied vom Hamburger Veermaster.

Und dann kam dem Kapitän, Opa Fabian, die Idee, die ganze Nachbarstadt auszurauben, um von dem Geld das Baumaterial für ein Schiff zu kaufen. Von diesem Plan waren alle Piraten begeistert.

Und so machten sie sich auf den Weg in die Nachbarstadt und plünderten sie völlig aus. Einige ängstliche Bürger fielen sogar vor den Piraten auf die Knie nieder und kreischten: "Nehmt mein Geld, aber laßt mir mein Leben!" Nirgendwo in der Stadt gab es mehr Geld oder Gold.

Und wo konnten sie alles für den Schiffsbau finden? Bei Opi natürlich! Mit Geld und Gold ausreichend versorgt, machten sie sich auf zum Baumarkt. Schon von weitem schallte ihnen Reklamemusik entgegen: "Alles in Opi!"

Die Piraten ließen sich von einem Verkäufer beraten, und der brachte ihnen Dachlatten, Werkzeug und alles, wa sie so für den Bau eines Schiffes brauchten. Am Schluß warfen sie dem Verkäufer einen Haufen Goldstücke hin und riefen: "Stimmt so!"

Und dann ging der Schiffsbau los. Die Piraten bauten und bauten, und drei Tage später, an einem ganz normalen Tag, war das Schiff dann fertig.

Wie es bei Piraten so üblich ist, beratschlagten sie wieder in der Hafenkneipe darüber, was als nächstes zu tun sei. Sie ließen auch mehrere Runden Rum und Bier kommen, um den Ideenfluß zu beflügeln. Nachdem sie das Lied "Wir lieben die Stürme" gesungen hatten, ergriff wieder Opa Fabian das Wort: "Wir müssen mal wieder in die See stechen!"

Davon waren alle Piraten begeistert, und so konnte es eigentlich losgehen. Aber zunächst mußte der Kapitän erst einmal nachzählen, ob alle da waren. Er rief alle ihre Namen auf und stellte schließlich fest: "Alle da!" Leider vergaßen sie das Zahlen, als sie die Hafenkneipe verließen.

Und dann konnte die große Seereise losgehen. Die Piraten fuhren über das Meer und suchten nach Schiffen. Nach und nach enterten sie drei Schiffe, raubten sie aus und hatten schließlich Geld und Gold genug, um sich zur Ruhe setzen zu können. Das gefiel allen Piraten und Piratenfrauen, und fröhlich fuhren sie zum Hafen zurück.

Der Leuchtturm blinkte von weitem, und die alte Hafenkneipe gab es auch immer noch.

Beim Wirt bestellten sie Getränke ohne Ende, aber der war noch ärgerlich, weil sie beim letzten Mal nicht bezahlt hatten. Aber Opa Fabian warf ihm lässig ein Säckchen mit Gold hin, und dann konnten Rum und Bier wieder in Strömen fließen.

Begeistert sangen die Piraten das Lied "An der Nordseeküste" und brauchten fortan in ihrem Leben nicht mehr zu arbeiten.

Damit es ihnen in ihrem weiteren Leben aber nicht langweilig wurde, organisierten sie Butterfahrten für Touristen mit ihrem Piratenschiff, sangen ihnen die alten Seemannslieder vor und erzählten immer wieder von ihren Abenteuern.

Und wenn ihr einmal in eine kleine Hafenstadt mit einem Leuchtturm und einer alten Hafenkneipe kommt, und wenn es in dieser Stadt auch noch einen Opi-Baumarkt gibt, dann solltet ihr unbedingt nachschauen, ob im Hafen ein altes Piratenschiff mit der Reklameaufschrift "Hier Butterfahrten!" vor Anker liegt.

Ralf Müller

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