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Nachts Im Museum 3

 

Termine und Zielgruppe

Zeitraum: Mo-Fr 9.-20.7.2012 jeweils 10-14 Uhr

Abschlusspräsentation Fr 20.7.2012 15-17 Uhr

Zielgruppe: 90 Kinder im Alter von 6-12 Jahren

 

Der Stadtteil als Sozialraum, der Projekthintergrund, Schulkooperationen

Gelsenkirchen-Rotthausen ist ein heterogener Stadtteil; zwar gibt es einzelne noble Siedlungen, aber auch Bereiche mit leergezogenen Häusern und wenig schönen Wohngebieten. Vom Sozialindex her ist er in Gelsenkirchen im unteren Bereich angesiedelt.

Die Einwohner kommen aus vielen verschiedenen Ländern, was sich auch bei den Kindern der Zielgruppe zeigt, von denen viele einen Migrationshintergrund haben.

Wir arbeiten mit den drei Rotthauser Schulen, also der Hauptschule und den OGS-Bereichen der beiden Grundschulen zusammen. Die Schulen sind diejenigen, die in erster Linie die Kinder schicken werden, die an unserem Projektangebot teilnehmen werden.

Viele der Kinder haben wenig Geld, viele werden vom Elternhaus nicht an kulturelle Angebote herangeführt. Kultur ist nicht per se ein Bestandteil der Lebenswelt dieser Kinder.

Rotthausen ist zugleich ein Stadtteil, in dem es viele kulturelle Angebote gibt, auch für Kinder. An diesen Angeboten sind wir in der Regel beteiligt. Ziel dabei ist es, die Kinder früh an Kultur heranzuführen, ihnen zugleich die Möglichkeit zu geben, selbst etwas zu präsentieren und sich für ihre kulturellen Leistungen mit Applaus, letztlich mit einer Steigerung zu Selbstwertgefühls, belohnen zu lassen.

 

Ziele des Projekts

Kinder verschiedener sozialer Herkunft, aus verschiedenen Kulturen, von verschiedenen Schulen sollen gemeinsam ein großes Projekt mitentwickeln und eine große Abschlusspräsentation gestalten.

Sie sollen andere Kulturen und Zeitalter kennenlernen, sich an Spielen und Tänzen aus verschiedenen Ländern erfreuen und als „Filmstars“ auf der Bühne Selbstbewusstsein und künstlerische Qualität entwickeln.

 

Inhalte, Arbeits- und Vorgehensweisen

Der Inhalt und die Durchführung des Projekts orientiert sich an dem Filmerfolg „Nachts im Museum“, den ich zwar inhaltlich als eher seicht einstufen würde, der jedoch die Möglichkeit bietet, eine interessante Abschlusspräsentation zu erarbeiten und auf verschiedene Menschen und Tiere aus verschiedenen Epochen einzugehen. Die Handlung des Films (Larry arbeitet als Museumsnachtwächter; nachts wird das Museum lebendig, Tiere und Menschen verschiedener Epochen stiften zunächst Chaos, schließen sich dann aber im Interesse des Erhalts des Museums zusammen) dient als Leitfaden für unser Programm.

Dieses beginnt mit einem von den Mitarbeitenden vorbereiteten Begrüßungsfest, in dem der Museumswärter als Moderator auftritt und durch die verschiedenen „Abteilungen“ des Museums führt. Lieder und Spiele aus aller Welt zum Mitmachen werden geboten, ein Frühstück mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern wird vorbereitet.

Dann werden die Kinder ihrem Alter gemäß in 4 verschiedene Gruppen aufgeteilt, wobei jeder Gruppe ein Unterthema (Ein Land, eine Volksgruppe, Tiere aus anderen Ländern) zugeordnet wird. Gemeinsam mit ihrer Gruppenleitung erarbeiten die Kinder in den zwei Wochen eine Aufführung, die ein kleines Theaterstück, eine Revue, eine musikalische Darbietung, einen Tanz zum Thema beinhalten kann.

Diese Arbeit in den Gruppen macht den Hauptteil des Projekts aus. Pro Gruppe sind 3 Leiterinnen / Leiter und ein Gruppenraum vorgesehen. Es wird für genügend Kreativmaterial gesorgt, so dass Kulissen, Requisiten und Kostüme hergestellt werden können und unter Einbeziehung der Ideen der Kinder die betreffende Aufführung einstudiert werden kann.

Zusätzlich sind – passend zum Thema – zwei Museumsbesuche geplant, und zwar in Museen, die möglichst gut zum Thema passen und nicht allzu weit entfernt sind.

Hierbei handelt es sich um das Museum für Naturkunde in Dortmund (wo z.B. folgendes museumspädagogisches Angebot gemacht wird: „Wie lebten die Menschen in der Steinzeit? Wir begeben uns auf eine Zeitreise und durchstreifen fünf Millionen Jahre Menschheitsgeschichte, von den ersten aufrecht gehenden Vormenschen bis hin zum heutigen, modernen Menschen. Wir erfahren etwas über Steinwerkzeuge und können die Technik des Feuerbohrens und Feuerschlagens erproben. Außerdem stellen wir unser eigenes Höhlenbild her.“)

http://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/museum_fuer_naturkunde/start_naturkunde/

und um das Phänomania-Erlebnisfeld auf der Zeche Zollverein in Essen (welches nicht weit von unserer Kinder- und Jugendeinrichtung entfernt ist).

http://www.phaenomania.de/essen/index.php

Hier geht es um Sinneswahrnehmung, welche nur im weiteren Sinne zu unserem Thema passt, aber vielleicht lassen sich hier Anregungen für die Abschlussaufführung mitnehmen.

Bei der Abschlussvorführung wird durch den Museumswärter / Moderator die inhaltliche Klammer der 4 Darbietungen hergestellt. Zur Abrundung der Aufführung, zu der Eltern, Großeltern und weitere Interessierte eingeladen werden, tritt zwischenzeitlich ein Kinderliedermacher mit Mitmachliedern und -tänzen aus aller Welt

http://www.olaf-wiesten.de/cms/

sowie zum Schluss das Projektteam mit einer eigenen kurzen Aufführung auf.

Diese Aufführung wird im Großen Saal, der ca. 200 Besucher fasst, auf der Bühne stattfinden.

Hervorragende Lichtinstallationen für unsere Aufführungen wurden 2011 aus kommunalen und aus Landesmitteln finanziert.

 

Geplante Dokumentation und Auswertung

Dokumentiert wird das Projekt durch Photos, Videoclips, in der örtlichen Presse und im Internet.

Eine Auswertung erfolgt im Team und zusammen mit den Mitarbeitenden aus den beteiligten Schulen.

 

Ralf Müller, Diplom-Pädagoge

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