zurück zur Startseite der Ev. Jugend Rotthausen

 

zurück zu den Projekten

 

„Willkommen in Mülltopia“ – TrashArt-Workshop

 
Zielgruppe

30 Kinder im Alter von 6-10 Jahren

 

Ort der Durchführung

Ev. Jugendheim Rotthausen, Schonnebecker Str. 25, 45884 Gelsenkirchen

 

Zeitpunkt der Durchführung

4.01., 5.01., 6.01.2016 jeweils 10-14 Uhr


Unendliche Weiten, funkelnde Sterne, und dort am Ende der Milchstraße funkelt der Planet Mülltopia in den schillerndsten Farben. In drei Tagen erwecken wir unsere eigenen kleinen oder großen, schaurig-schönen Müllmonster zum Leben und gestalten den Planeten Mülltopia.

 

Was ist Mülltopia?

Nachts, wenn alles schläft, kommen die Müllmonster aus ihren Verstecken – kleine Spione der Mülltopianer, die nach Abfall suchen, den sie in ihren Raumschiffen zu ihrem Heimatplaneten schicken, damit dieser wächst und wächst und ...

Sie sind unersättlich, kennen keine Grenzen des Anstands, wühlen in Abfalltonnen und sammeln achtlos weggeworfenen Schrott auf. Und davon gibt es bei uns auf der Erde genug – hier fühlen sie sich wohl!

 

Die Idee dahinter:

Alte Stühle, Plastiktüten, Stoffreste, von Weihnachten übriggebliebenes Geschenkpapier, nutzlos herumliegende Knöpfe und Draht – das alles sind die Bastelmaterialien für den diesjährigen Ferien-Workshop.

Wie bewerten wir in unserer Gesellschaft das Thema Recycling / Upcycling, und wie gehen wir mit dem überhand nehmenden Müllaufkommen um? Trotz Alters- und Kinderarmut werden viele Dinge des Alltags einfach weggeworfen und fabrikneu gekauft. Unser Müllaufkommen nimmt überhand, wird zum Luxusproblem.

 

Was passiert mit dem Abfall einer Wegwerfgesellschaft? Wohin damit? Oder ist Müll nicht gleich Müll? Was andere wegwerfen, kann unter Umständen noch gebraucht und zu ungewöhnlichen Sachen weiterverarbeitet werden. Viele Dinge des Alltags lassen sich für dieses Projekt wieder- oder aufwerten. Im diesjährigen Trashart-Workshop sollen die Kinder genau das lernen. Während des Projektes erfahren sie, dass auch alte, gebrauchte und weggeworfene Dinge einen Wert haben und unter Umständen in ganz neue Dinge verwandelt werden können. Der Workshop steht unter dem Motto »Verwerten statt wegwerfen«. Zusammen mit den Kindern geht es auf Entdeckungstour. Wie lassen sich aus ihrem Alltagsmüll lustige, kreative Figuren  herstellen? Was schaffe ich mit meinen eigenen Händen und was steckt in mir?

 

Die pädagogischen und sozialen Motive

 
Teamarbeit: Die Kinder arbeiten größtenteils in Kleingruppen zusammen. Dabei helfen sie sich gegenseitig bei der Umsetzung ihrer Ideen.

 

Selbstständiges Arbeiten: Nach einer Einführung in das entsprechende Themengebiet arbeiten die Kinder zwischendurch selbstständig an der Umsetzung ihrer Ideen.

 

Kreativität herausfordern: Zusammen überlegen die Teilnehmer des Workshops, was aus den zur Verfügung gestellten Materialien hergestellt werden kann. Dabei wird die kindliche Kreativität herausgefordert.

 

Fantasie anregen: Die Geschichte der Müllmonster regt die Fantasie der Kinder an – sie sollen sich die Müllmonster vorstellen, aufmalen und hinterher aus dem zur Verfügung gestellten Material als Plastik nachbauen.

 

Arbeiten mit verschiedenen Werkstoffen: verantwortungsvoller Umgang mit verschiedenem Material (Stoff, Leder, Papier, Draht, Aluminium, Kleister etc.) steht im Focus.

 

Wertschätzung von natürlichen Ressourcen: Die Rohstoffe unserer Erde sind nicht unendlich verfügbar. Die Ausbeutung der Natur und der menschlicher Arbeitskraft sorgen für erschwingliche Preise, aber zu welchem Preis? Die Kinder sollen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Wiederverwertung erlangen.

 

Schulung der Feinmotorik: Der Umgang mit Draht, Knöpfen und das Fädeln verschiedener Schmuckperlen fördert die feinmotorischen Fähigkeiten der Kinder.

 

Ausdauer beweisen: kreative Kunst ist ein fortlaufender Prozess, die Entstehung einer Plastik erfordert verschiedene Schritte, bevor eine Figur als solche erkennbar ist. Während des Projektes lernen die Kinder, was es bedeutet, ausdauernd an einer Arbeit zu feilen.

 

Selbstbewusstsein fördern: Jede Idee ist wertvoll, jede Aufgabe ist zu schaffen. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre Frustrationsgrenze zu überschreiten und erleben, was sie aus eigener Kraft bewerkstelligen können.

 

 

Ablauf und Schwerpunkte der Projekttage:

 

Tag 1:

 Vorstellung des Projektes – Was ist Mülltopia?

Anhand einer Geschichte lernen die Kinder den Planeten Mülltopia und seine Einwohner kennen.

 

Erste Skizzen

Die Kinder werden aktiv – sammeln mit Hilfe vorbereiteter Beispielfiguren eigene Ideen, wie ein Müllmonster aussehen kann.

Diese Ideen halten die Teilnehmer zeichnerisch fest und nutzen diese Skizzen für den praktischen Teil des Projektes. Die gezeichneten Figuren sollen von den Kindern einen Namen bekommen.

 

Erste praktische Vorbereitungen

Begriffsklärung

        Was ist eine Plastik, und wie kann man diese praktisch umsetzen?

        Welches Material eignet sich?

        Was ist ein Rohling?

        Wie entsteht ein Drahtgestell?

 

Mit der Herstellung eigener Rohlinge beenden wir den ersten Projekttag.

 

Tag 2:

Die Rohlinge der Kinder werden mit Hilfe von verschiedenen Werkstoffen (Pappmachee und Plastilin) zu kleinen oder großen Müllmonster-Plastiken. Matschen, kleben und kleistern ist bei der Herstellung einer Plastik ein fortlaufender Prozess und erfordert Ausdauer.

 

Während der Trockenphase widmen sich die Kinder der Gestaltung des Planeten und erarbeiten in kleinen Gruppen ein eigenes Ende der Geschichte von Mülltopia.

 

 

Tag 3:

Die getrockneten und ausgehärteten Figuren werden von den Kindern verziert, bemalt und beklebt. Hierbei werden wir recyclebare Materialien verwenden, um die Müllmonster auch als solche erkennbar zu machen. Die gezeichneten Figuren dienen als Vorlage.

 

Zum Ende des Projektes stellen die Kinder ihre Müllmonster und ihr eigenes Ende der Geschichte den anderen Kindern der Gruppe vor.

 

 

Sandra-Maria Erdmann

 

zurück zur Startseite der Ev. Jugend Rotthausen

zurück zu den Projekten