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Wer bin ich hinter meinen Masken?

Projekthintergrund
Jugendliche verstecken sich in der Pubertät hinter ganz verschiedenen Masken, um ein bestimmtes Bild von sich zu vermitteln und damit bei anderen eine Wirkung zu erzielen, um wahre Gefühle – nicht nur vor Erwachsenen – zu verbergen und um Unsicherheiten zu verstecken. Dabei kann eine Maskerade durchaus hilfreich sein, um verschiedene Rollen zu erproben und dadurch eine eigene Identität zu finden.

Ziele des Projekts
Jugendlichen fällt es nicht leicht, über ihre „Masken“ zu sprechen und ihr Rollenverhalten zu reflektieren. Häufig stecken sie in einer bestimmten Rolle fest oder fühlen sich durch die Erwartungshaltungen anderer festgelegt: Einmal Clown – immer Clown, einmal cool – niemals schwach und verletzlich. In einem Prozess künstlerisch-kreativer Auseinandersetzung sollen die Jugendlichen darstellen, mit welchen Masken sie sich darstellen und wie sie die Frage reflektieren, ob man die „Maske“, die man sich aufgesetzt hat, wirklich benötigt. Die Diskussion führt dann hin zu der zentralen, für die eigene Ich-Findung unausweichliche Frage: Wer bin ich hinter meinen Masken? Vielleicht gelingt es im vertrauensvollen Gespräch miteinander, eigenes Rollenverhalten zu reflektieren und selbstbewusst der eigenen Persönlichkeit anzupassen.

Künstlerische Aspekte und künstlerische Umsetzung
Im Theater dienen die Masken zur eindeutigen Bestimmung von „Typen“ und „Charakteren“. Ihren Ausformungen liegen kulturell vertraute Gesichtsausdrücke zugrunde. Die Masken funktionieren wie ein Code in einer sozialen Struktur. Jugendliche entdecken und spielen mit diesen Codes, Erwachsene müssen sich immer wieder neu (er)finden. Deshalb ist die Frage spannend: In welcher Maske finde ich mich wieder? Welche Maske(n) pass(en)t zu mir? Wer bin ich? Wie sehe ich aus? Anhand von Maskenbeispielen der Commedia dell’arte bzw. aus dem japanischen Noh-Theater beschäftigen wir uns mit den emotionalen und sozialen Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Gesichts, die wir mithilfe von farbigen Zeichnungen auf „typische“ Gesichtsausdrücke wie Lachen, Trauer, Zorn, Schmerz, Freude, liebevoll, gefühllos, stolz, cool, nett, lustig, nachdenklich, reich, dumm, männlich, weiblich, jung, alt, mittellos etc. unterscheiden und eindeutig durch das Herausformen der Gesichtszüge charakterisieren wollen, bevor wir selbst eine Maske von uns selbst aus Gipsbinden, Ton und kaschiertem Packpapier formen und bemalen.

Zielgruppe
Das Projekt soll mit ca. 30 Jugendlichen im Alter von 12-13 Jahren durchgeführt werden.

Praktische Umsetzung und Dauer
Die Zielgruppe sind 10-12 Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.

Abschluss des Projekts
Das Projekt endet mit einer Präsentation der Masken an einem Wochenende. Dabei können die Charakteristiken der einzelnen Masken den Ausstellungsobjekten anonym zugeordnet werden.

Dokumentation
Das Projekt soll auf einer Homepage im Internet präsentiert werden. Auch an die Herstellung eines Flyers bzw. einer Kunstpostkarte ist gedacht.

Harriet Wölki, Bildhauerin

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