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Erlebniswoche mit Kletterkurs
der Ev. Jugend Rotthausen

KletternZum wiederholten Mal führen wir gemeinsam mit dem Dozenten Thomas Schut und Studenten der Universität Essen eine "Erlebniswoche"durch.

Die Studenten können im Rahmen ihres Sozialarbeit- / Sozialpädagogikstudiums an einer dreisemestrigen praktischen Ausbildung in Erlebnispäadgogik teilnehmen, zu der auch die Begleitung von Projekten wie dem unseren gehört.

In der heutigen Zeit, in der die Familie nur noch bedingt der Ort ist, an dem Kinder für die Welt von morgen erfolgreich sozialisiert werden, ist es besonders wichtig, neue Erlebnisräume zu schaffen.

Im Rahmen erlebnisorientierter Aktionen erleben die Jugendlichen, wie Kommunikation, erfolgreiche Interaktion und kooperatives Bewältigen von Aufgaben nicht nur zu Erfolg führen, sondern auch Genuß verschaffen und zum individuellen Wohlbefinden beitragen können.

Unser Projekt richtet sich an Teenies ab 10 Jahre, 17 Kinder nehmen daran teil.

Unsere Erlebniswoche findet jeweils in den Herbstferien statt, an 4 Tagen sind wir mit den TeilnehmerInnen jeweils von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr unterwegs.

Dienstag vormittag wird in der Turnhalle des "Kletterpütts" in Essen-Altenessen verbracht, nach einer allgemeinen Einleitung, der Besprechung über die Zielsetzung und den Hinweisen auf Gefahren werden verschiedene Kennenlern- und Interaktionsspiele gemacht. Den Rest des Vormittags haben die TeilnehmerInnen eine schwierige Aufgabe in Kleingruppen zu lösen.

Die Aufgabenstellung besteht darin, aus vorgegebenen Materialien eine sichere "Eier-Flugmaschine" zu erstellen Diese Geräte werden anschließend mit großem Hallo getestet.

Nach der Mittagspause ist Knotenkunde angesagt, das Erlernen verschiedener Anseilknoten wie Sackstich und gestreckter Achter. Danach wird für jede/n TeilnehmerIn ein passender Klettergurt herausgesucht, und das korrekte Anlegen desselben wird erklärt. Auch die Kletterschuhe in den verschiedenen Größen werden herausgegeben. Ein erstes Anseilen und Sichern wird schon in der Turnhalle geprobt. Dann geht es in die Kletterhalle, wo jeweils drei Kinder mit einem / einer ÜbungsleiterIn klettern.

Dabei klettert das erste Kind, das zweite sichert und das dritte sichert nach. So sieht kein/e TeilnehmerIn nur zu; sie lernen vielmehr, sich aufeinander zu verlassen und Verantwortung zu übernehmen. Es wird zuerst an den Anfängerrouten geklettert und gesichert, dabei hatte schon bald jedes Kind sein individuelles Erfolgserlebnis.

Zum Ende des Tages trifft sich die Gruppe noch mal zu einem gemeinsamen Feedback.

Zu Beginn des zweiten Tages stehen kooperative Abenteuerspiele in der Turnhalle auf dem Programm.

Nach der Mittagspause geht es in der Kletterhalle weiter; dort wird an den verschiedenen Kletterrouten gesichert und geklettert; es werden auch schon höhere Schwierigkeitsgerade ausprobiert. Nun besteht die Möglichkeit, sich aus den verschiedenen Stockwerken der Halle abzuseilen; dies kostet zunächst jede Menge an Überwindung, aber nach und nach seilt sich ein/e TeilnehmerIn nach der/dem anderen ab. Und nach kurzer Zeit werden alle so mutig, und haben soviel Spaß daran, daß sie sich nur noch abseilen wollen! Am Ende des Tages trifft sich die Großgruppe wieder zum Feedback.

Am folgenden Tag ist unser Ziel die Universität Essen. Nach einigen Aufwärmspielen wird ein Blinden- und -Sinnesparcours begangen; hierdurch werden Tastsinn, Gleichgewicht, Erinnerungsvermögen und Selbstvertrauen geschult. Nach der Mittagspause wird die große Abenteuerrallye gestartet. Hierzu bilden sich wieder mehrere Kleingruppen, die kreuz und quer an verschiedenen Stationen auf dem Gelände der Uni knifflige Aufgaben erfüllen müssen. Die einzelnen Gruppen melden sich zwischendurch per Telefon bei der Spielleitung.

Zum Schluß hat die Großgruppe eine Aufgabe gemeinsam zu lösen, wobei es gar nicht so einfach ist, alle unter einen Hut zu bekommen. Aber auch die letzte schwierige Hürde weiß die Gruppe zu meistern. Es folgen die Auswertung und ein Feedback zum Tag.

ErlebnisparcoursAn unserem letzten gemeinsamen Erlebnistag fahren wir in ein Jugendzentrum in Essen, wo uns ein großer Mehrzwecksaal und eine Turnhalle zur Verfügung stehen. Wir beginnen den Tag mit Interaktionsspielen in der Großgruppe, dann geht es weiter mit verschiedenen Wahrnehmungsspielen "sehend" und "blind".

Nach der Mittagspause wird die Gruppe in Jungen und Mädchen aufgeteilt. Die Mädchen werden von den Übungsleiterinnen angeleitet und die Jungen von den Übungsleitern; die Angebote finden auch jeweils in unterschiedlichen Hallen statt und werden zwischendurch gewechselt. Für die Mädchen ist es schön, sich ohne den Druck oder das belächelt werden der Jungen auszuprobieren; sie genießen diesen Freiraum. Auch für die Jungen ist es von Vorteil, sich einmal nicht beweisen zu müssen. In den Hallen sind unterschiedliche Klettersteige und Kletterkonstruktionen aufgebaut; die TeilnehmerInnen sichern sich eigenständig oder werden gesichert. Am Ende des Tages findet eine längere Abschlußreflexion statt.

Die Mehrzahl unserer TeilnehmerInnen ist zwischen 10 und 12 Jahren alt, das Verhältnis Mädchen/Jungen ausgeglichen. Durch die Vielschichtigkeit der Angebote ist für jede/n etwas dabei, indem sie/er sich wiederfinden konne/n. Trotz des recht hohen Anteils an Theorie und der Vermittlung von Wissen kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Alle TeilnehmerInnen sind nach kurzer Zeit soweit, in der Gruppe verantwortungsbewußt handeln zu können; sie sind auch in der Lage, sich den anderen anzuvertrauen.

Sie lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die anderen jüngeren TeilnehmerInnen nicht zu überfordern.

Für die Teilnehmenden sind die Erfolgserlebnisse von großer Bedeutung; aber auch die eigenen Grenzen kennenzulernen und zu akzeptieren ist wichtig. Jede/r Einzelne nimmt sehr viel aus dieser Erlebniswoche mit; alle werden sich bestimmt noch oft an diese abenteuerreiche Woche zurückerinnern.

Melanie Stollenwerk
 
 

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