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Ökumenischer Kirchentag in München, 12.-16.5.2010

“Damit Ihr Hoffnung habt“

Mittwoch, 12.5.2010

Jedes Jahr ist Kirchentag! Dem Ökumenischen Ereignis sei Dank können wir drei Jahre hintereinander fahren. Fahren ist ein gutes Stichwort, denn diesmal war vom Jugendreferat ein Bus gechartert worden, der die recht große Rotthauser Gruppe (29 Personen) nach München bringen sollte. Bei der Abfahrt dann die Überraschung: 1 Platz zu wenig im Bus! Also fahre ich mit dem Auto nach Castrop-Rauxel und steige in einen anderen Bus ein. Der wiederum fährt mit einem Hänger und dementsprechend langsam. Staus kommen dazu. Ich komme schließlich, obwohl ich mitten in der Nacht aufgestanden bin, erst abends um 19.30 Uhr in München an.

Dort erfahre ich, dass unsere Teilnehmer in der Grundschule, in der wir wohnen, auf 4 Klassenräume verteilt sind.

Der Eröffnungsgottesdienst ist nun sowieso vorbei. Wer die Predigten der Eröffnungsgottesdienste zum 1. Petrusbrief 1,3-9.13 noch nachlesen möchte, findet sie hier:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/EGD_001_2352.pdf

(Friedrich und Marx, Theresienwiese)

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/EGD_002_2356.pdf

(Weber, Odeonsplatz)

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/EGD_003_2359.pdf

(Ruddat, Marienplatz)

Hier Noten und Text des Kirchentagsliedes:

http://www.oekt.de/fileadmin/dateien/phase2/Video/Wise_Guys/oekt_Texte_und_Noten_Damit_ihr_Hoffnung_habt.pdf

Und hier das Lied zum Anhören und Herunterladen:

http://www.oekt.de/fileadmin/dateien/phase2/mp3/OEKT-Song.mp3

Ich muss nun erst einmal etwas essen.

Gut, dass ich vorher Restaurants in dem Viertel, in dem wir wohnen, herausgesucht habe. Eins dieser Etablissements befindet sich direkt an der U-Bahn-Station Laimer Platz, und so wird gut und günstig im „Dillinger“ zu Abend gegessen. Diese Kneipe wird noch öfter abendlicher Anlaufpunkt für Kirchentagsbesucher sein:

http://www.dillinger-bar.de/

Dann geht es zum Odeonsplatz, zum Abend der Begegnung, man kommt gut durch, es ist um diese Zeit nicht mehr zu überlaufen, wir schreiten die Stände ab, es ist alles gut und professionell gemacht. Am Karlsplatz endet die Wanderschaft, und dann geht es mit der U-Bahn wieder zurück zur Schule.

 

Donnerstag, 13.5.2010

Heute ist Kinderbeglückung angesagt, und die findet in der Schrannenhalle und drum herum statt. Es beginnt mit einer Bibelarbeit von Ulrich Walter, der ja aus Rotthausen stammt, zu 1. Mose / Genesis 9,8-17: Gottes Bund mit Noah. Den Kinderliedermacher Reinhard Horn hat er sich als Verstärkung mitgebracht:

http://www.reinhardhorn.de/download/ReinhardHorn_Interview.pdf

Ulrich hat mal eine Radtour gemacht, dabei Wolken, Sturm und Regen erlebt, dann aber kam das Licht der Sonne und mit ihm ein Regenbogen als Gottes Geschenk an uns.

Die Erde soll nicht verderben: Dafür ist der Regenbogen ein wunderschönes Erinnerungszeichen.

Wie kam es zu Gottes Auftrag an Noah, jeweils 2 Lebewesen einer jeden Gattung mit auf die Arche zu nehmen? Gott hatte die Welt wunderschön geschaffen und den Menschen die Freiheit gegeben, aber es gab viel Zank und Streit: So war das nicht gedacht gewesen. Darauf folgte die Zerstörung und der gleichzeitige Auftrag an Noah. Nach 40 Tagen flog die Taube davon und brachte einen Ölzweig mit, so dass klar war, dass Land und Rettung nicht fern waren.

Alle basteln daraufhin einen kleinen bunten Ölzweig aus Papier.

Ulrich weist darauf hin, dass die Menschen die Verantwortung für die Erde tragen, die Erde bebauen und bewahren müssen. Die ist gleichzeitig seine Hoffnung, und so hat er den Bogen zum Motto des Kirchentages gespannt.

Die gesamte Bibelarbeit findet sich hier:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/BAB_084_2323.pdf

Anschließend schauen wir uns das musikalische Mitmachtheater „Josef – ein echt cooler Träumer“ an – moderiert von einem vermeintlichen Schalke-Fan – das kommt bei allen gut an, und wir beschließen, diese Gruppe auch einmal für eine Aufführung anzuheuern:

http://www.musiktheater-jonathan.de/

Zu Mittag gibt es riesige Kinder- und Erwachsenenpizzas, Kindermenü mit Getränk, Pizza und Eis am Stiel 6,25 EUR. Kinder- und familienfreundlich. Günstig gelegen, in der Nähe des Viktualienmarktes:

http://www.bernisnudelbrett.de/

Danach vergnügen sich die Kinder im und um das Zentrum Kinder herum, wobei besonders der Rollstuhlparcours sehr beliebt ist.

Um 18 Uhr treffen wir uns am Karlsplatz mit den Eltern, dann fahren wir in das Restaurant Stragula (auch vorher herausgesucht) und essen dort gut und günstig zu Abend.

http://www.stragula.info/

Gut gesättigt geht es zur Nacht der Lieder aufs Messegelände, wir treffen Thomas Fischer und unterhalten uns, Fool´s Garden sind fast fertig, und dann kommt noch Clemens Bittlinger.

 

Freitag, 14.5.2010

Auf zur Bibelarbeit ins Alte Rathaus, in den Historischen Festsaal, ein edles Ambiente. Es spricht Michel Camdessus, Ehrenpräsident der Französischen Sozialwochen und Multifunktionär. Als all seine Ämter vorgelesen werden, denke ich an eine 80-Stunden-Woche, und die Art der Ämter lässt schon nichts Gutes ahnen. Er stammt aus Bayonne, war von 1984-87 bei der Banque de France, bis 2000 Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Es geht um den Römerbrief 8, 16-25, um Leiden und Herrlichkeit.

Nachzulesen ist die komplette Bibelarbeit hier:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/BAB_133_2348.pdf

Der Römerbrief wurden 55/57 von Paulus in Korinth geschrieben. Das Evangelium sollte in alle Ecken der damals bekannten Welt gebracht werden. Es handelt sich hier um den zentralen Text des Römerbriefs, geschrieben vor dem Johannes-Evangelium, wobei der Geist im Mittelpunkt steht. Es geht um Freiheit, Rettung und die (Pfingst-)-Hoffnung.

Wir sind Kinder Gottes: Der Geist ist ein von Jesus Christus geschickter Freund. Mit Hilfe des Geistes können wir Gott Vater nennen, den liebenden Vater. Der Vater vergibt stets das Schlechte, welches wir tun. Der Ruhm Gottes wird dem Menschen offenbart.

Camdessus verweist auf Rembrandt, die Rückkehr des verlorenen Sohns (le retour du fils prodige) in der L´Hermitage St. Petersburg.

Die Identifikation mit Christus geschieht im Kreuz. Man soll gegen das Leiden kämpfen, aber auch das Menschsein in all seinen Facetten, mit Leiden und Kreuz, annehmen.

Die Freiheit des Christenmenschen macht Angst.

Mensch, Natur und Kosmos sind eins. Die Schöpfung erhält ihre Reinheit zurück: Mensch und Natur verbindet eine gemeinsame Hoffnung in göttlicher Harmonie.

Der Geist beseitigt durch sein Wirken im Menschen die Sklaverei. Rettung, Hoffnung, das Heil erlangen wir durch die Gnade Gottes. Durch die Erlösung entsteht ein neuer Himmel, eine neue Erde. Bis zur Erlösung haben wir eine schwierige Wartezeit vor uns, inmitten einer turbulenten und grausamen Welt. Die Aufgabe ist es, Brüderlichkeit zu gestalten inmitten von Gewalt und Armut.

Wir sollen das Stöhnen des Geistes hören (le gémissement de l´Esprit). Die neue Definition von Gebet ist die unerklärliche Bewegung der Seele.

Fazit: Mit die schlechteste Bibelarbeit, die ich je gehört habe, konservativ-reaktionärer katholischer Quatsch, kommt unpolitisch und weltfremd daher.

Ich tröste mich mit der schönen Umgebung und der schönen und deutlichen französischen Aussprache.

Nun ist es Zeit für ein frühes Mittagsessen. Auf dem Weg zum Messegelände steige ich in Giesing aus der U-Bahn aus, und siehe da: Salat und Pizza, Mittagspreis 6 EUR. Hurra, günstig und auch köstlich:

La Reginella, Schlierseestrasse 83, 81539 München, Tel.: 089-6972085.

Auf dem Markt der Möglichkeiten, der diesmal Agora heißt, beschaffe ich mir Kinderbibelwochenmappen und weitere interessante Materialien und bekomme Informationen über Kindermusicals der Creativen Kirche Witten. Lange und angeregt unterhalte ich mich mit der Zuständigen , Sylvia Mansel:

http://www.creative-kirche.de

Nun geht es zur Veranstaltung „Unser täglich Brot“ – Ernährungssicherheit trotz Klimawandel? Hauptvortragender ist Jean Ziegler.

Es geht um den Kampf gegen die Armut, um die Produktion vor Ort, um fairen Handel.

Wie kann die Welt ernährt werden?` Durch standortangepassten Ackerbau, den Verzicht auf Gentechnik und das Verbot von Biopatenten auf Pflanzen und Tiere. Hierzu gibt es auch den Hinweis, dass diese keine Erfindungen des Menschen, sondern Geschöpfe Gottes sind.

Das Duo Camillo werde ich wohl nie mehr zu sehen und zu hören bekommen, wieder einmal ist der Veranstaltungsort überfüllt, schnell also zu Ceylan und Bittlinger, da kommen wir gerade noch hinein, in der Ecke, in der wir sitzen, ist die Akustik nicht besonders gut, aber das Ceylan-Programm kennt man ja schon aus dem Fernsehen.

Und bei Bittlingers „Aufstehen“ und „Sei behütet“ kann man sowieso schon auswendig mitsingen.

 

Samstag, 15.5.2010

Bei der Bibelarbeit geht es heute um Matthäus 25, 31-46: Die Schafe werden von den Böcken geschieden, die Gerechten erkennen den Herrn nicht.

Des Textes angenommen haben sich Nitsche, Priddis und Schick im Trialog:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/BAB_014_1132.pdf

Nitsche moderiert launig und angenehm („Guten Morgen, liebe FrühaufsteherInnen und Freundinnen und Freunde der Bibel...“), und Bischof Schick ist durch zölibatskritische Äußerungen in einem Spiegel-Interview einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden: Der kommende Mann der katholischen Kirche, der sich selbst als katholischen 1968er sieht.

Nitsche: Beim Abschied drängen sich die großen zentralen Fragen auf: Trennung der Schafe von den Böcken beim Jüngsten Gericht.

Schick: 1.) Nicht alles ist aus. 2.) Leben und das aller anderen wird ernstgenommen: Auch das der Armen und Obdachlosen. 3.) Ein barmherziger Gott wartet nach dem Leben.

Priddis: IHN in Anderen zu sehen, ist die Herausforderung: We need opening up in so many ways to be healed. We need integrity of word and action. Respond now, live now! When is the moment?

Nitsche: JETZT ist der Zeitpunkt, jetzt geht es um Gerechtigkeit, Bildung, Arbeitslosigkeit. Der Euro ist im Trockenen, der Mensch steht im Regen.

Priddis: Es geht um „faith in action“, um „encounter and personal relating“, “you have to look for Christ in the other”.

Schick nennt die Tage, zu denen der Text passt: Zum Montag in der Fastenzeit und zum Christ-Königs-Fest. Dieses verweist darauf, dass es über allen Mächtigen dieser Erde den Allmächtigen gibt. Wir alle sind mächtig, nicht nur die Politiker. Die Fastenzeit wiederum ist eine Zeit der Umkehr: Nimm den Schrei der Armen, Missachteten, Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger ernst.

Zudem verweist er auf die Situation in Afrika und Lateinamerika.

Schick verweist in lutherischer Tradition auf die Verwendung des Textes am 2. Sonntag im November, dem Volkstrauertag, dem früheren Heldengedenktag. Jetzt wird der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht, und es gibt glücklicherweise keine Heldenglorifizierung mehr.

Schick verweist auf die katholischen Werke der geistigen und leiblichen Barmherzigkeit, die Belehrung, Wissensvermittlung und Bildung, das Ratgeben, das Trösten, die Ermutigung, die Vergebung, das geduldige Ertragen dessen, was ich nicht ändern kann, das Besuchen der Kranken.

Priddis spricht von „mission through action“, “the need for us to enter into the sorrows and joys of others.

Nitsche sieht Jesus im Gespräch mit den Seinen über die letzten Dinge. Was hat Bestand, worauf kann man bauen? Er spricht das Gleichnis der 6 törichten und 6 klugen Jungfrauen an:

Man sollte die Verantwortung für das eigene Leben nicht anderen überlassen. Und er spricht ein weiteres Gleichnis an: Man sollte seine Talente nicht vergraben.

Die 3. Parabel, also unser Text, fordert Handeln nach dem „Regierungsprogramm“ Gottes: Jesus schafft Klarheit in der Frage: Wer gehört wohin? Er verlangt Solidarität.

Beide Gruppen haben ihn nicht erkannt: Die einen haben nichts getan, die anderen haben ohne ihn zu erkennen in seinem Sinn gehandelt.

Schick weist darauf hin, dass es sich hier nicht um eine christliche Zwangsvorstellung handelt, denn der Christ darf frei sein und ist frei, er DARF die guten Werke tun.

Priddis stellt fest, dass wir herausgefordert sind, uns um andere zu kümmern. Er spricht die Unterschiedlichkeit der Menschen an: Without difference we could not exist.

Die Parabel spricht im Plural und hat damit eine gesellschaftliche Implikation: Es geht hier nicht um privates und individualistisches Handeln.

Die abschließende Frage ist: Was nehmen wir jetzt und heute mit?

Priddis: Der Text fordert uns heraus und bietet vielschichtige Interpretationsmöglichkeiten. Das Schlüsselwort ist GEBEN. Wir sollen Christus in allen Menschen sehen. We are in the hand of the Good Shepherd himself.

Schick sagt, dass die Hoffnung auf eine gerechtere Welt erneuert werden soll.

Nitsches Fazit ist, dass wir gemeinschaftsfähig bleiben oder werden sollen. Irgendwo wird mir Jesus überraschend begegnen.

Wie vielschichtig und tiefschürfend doch dieser Text von den drei Bibelarbeitern interpretiert wurde. Eine hervorragende Bibelarbeit, die in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt.

Nun schnell zum Mittagessen (um 11.30 Uhr, sonst ist es zu voll) ins vegetarische Gläserne Restaurant.

In der nächsten Veranstaltung geht es um „Enttäuschte Hoffnung“ – Zur Prognosefähigkeit der Wirtschaftswissenschaften, u.a. mit Professor Bofinger, einem der Wirtschaftsweisen, der durch abweichende Gutachten fortschrittlicherer Natur bekannt geworden ist.

Zunächst einmal werden Irrtümer von Wirtschaftswissenschaftlern und zum Teil lustig anmutende Fehlprognosen zitiert, die z.T. aufgrund mangelnder Phantasie entstanden sind. So wurde 1977 behauptet: „Es gibt keinen Grund, dass Menschen einen Computer zu Hause haben.“

Bofinger nimmt Bezug auf die Euro-Krise und bezeichnet die Bundesregierung als beratungsresistent. Er räumt ein, dass Prognosen schwierig seien, weil sich die Rahmenbedingungen ständig veränderten. Langfristiges wirtschaftliches Handeln müsse gefördert werden. Finanzmärkte, die das schnelle Geld machen wollten, müssten reguliert werden. Er kritisiert Steinbrück, den ehemaligen Bundesfinanzminister, der sich über den Sachverständigenrat lustig gemacht hat. Struck, ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender, wollte den Sachverständigenrat sogar abschaffen. Merkel und Köhler haben fälschlicherweise behauptet, ALLE hätten über ihre Verhältnisse gelebt. Die träfe auf die Bundesrepublik keineswegs zu. Aufgrund des großen Außenhandelsüberschusses sei die Bundesrepublik sogar ein Land, das UNTER seinen Verhältnissen lebe.

Bofinger wirkt wie jemand, der, obwohl er es aus seiner Sicht offenbar häufig mit Menschen zu tun hat, die viel dümmer sind als er – und er macht tatsächlich einen ziemlich intelligenten Eindruck – selbstbewusst seiner Forschungs- und Prognosetätigkeit nachgeht.

Der Bofinger-Vortrag ist hier zu finden:

http://www.vwl.uni-wuerzburg.de/fileadmin/12010100/sonstiges/Kirchentag_2010_Teil_2.pdf

Am Abend findet das DFB-Fußball-Pokalendspiel Bayern München – Werder Bremen (4:0) statt. Das schauen wir uns im Café Westend an und essen dabei zu Abend. Dort ist es schön und preisgünstig. Auffällig sind die riesigen Portionen und die eher zurückhaltende Begeisterung der Bayern-Fans. Sie sind wohl allerlei Siege, Meisterschaften und Pokale schon zu sehr gewohnt. In Gelsenkirchen wäre der Jubel über einen Schalker Sieg größer gewesen. Trotzdem: Wenn Ihr mal in München seid, geht ins Café Westend:

http://www.cafe-westend.com/cafewestend.htm

 

Sonntag, 16.5.2010

Der Klassenraum ist wieder hergerichtet, nach dem Fegen ist er zumindest nicht schmutziger als zu Anfang, der Bus ist gekommen, er wird beladen, und dann geht es zum Abschlussgottesdienst. So komme ich auch erstmals zur Theresienwiese.

Der Predigttext steht in Lukas 1, 46-55: Marias Seele preist die Größe des Herrn.

Statt einer durchgehenden Predigt gibt es mehrere sogenannte Predigtimpulse.

Zollitsch spricht von Preisung und Jubel, Freude und Dankbarkeit. In der Stille und im Gebet soll man Gott begegnen, suchend und hoffend. Wir sollen dankbare Menschen wie Maria werden, geprägt von Nächstenliebe, Versöhnung und Gerechtigkeit. Wir sollen offen sein für Gott und unsere Mitmenschen. Ein bisschen allgemein, Zollitschs Aussagen:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/SGD_001_2755.pdf

Wenner spricht vom Raum zur Umkehr, von der Hoffnung, die die Gleichgültigkeit überwindet. Reiche werden zum Beten befreit, Arme solidarisieren sich untereinander:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/SGD_001_2756.pdf

Augoustinos sagt, dass Gott sich über alle erbarmt, die ihn fürchten. Furcht vor dem Herrn sei aber heute Mangelware. Weisheit und Gottesfurcht zählten nicht mehr zu den wichtigsten Werten:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/SGD_001_2757.pdf

Schneider will Recht und Gerechtigkeit unter den Völkern. Der starke Arm Gottes bewirke die Umkehrung aller Verhältnisse. Allerdings stimmten wir in die wilden aufständischen Hoffnungslieder der Maria nur zaghaft ein:

http://www.oekt2010.de/presse/dokumente/dateien/SGD_001_2760.pdf

Nach dem Gottesdienst wird ein kurzer Stopp im Dillinger eingelegt, etwas gegessen, getrunken, dann geht es mit dem Bus nach Hause, unterwegs viele Staus, um 1.15 Uhr sind wir zu Hause, nachdem der Bus mich in Castrop-Rauxel abgesetzt hat.

 

Ralf Müller


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