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Projekt "Internetcafés für die Evangelische Jugend Gelsenkirchen und Wattenscheid"

Projektbeschreibung





Inhalt:
 

1.   Die Bedeutung der neuen Medien und des Internets für die Jugendarbeit

1.1. Zielsetzungen des Projekts

1.2 Chancen des Internets für die Ev. Jugendarbeit in Gelsenkirchen und Wattenscheid
 
 

2. Projektbeschreibung

2.1. Grundlagen der Internetcafés

2.2. Nutzung der Internetcafés in der praktischen Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden
 
 

3. Weiterführende Projekte

3.1 Aufbau eigener Informations- und Kommunikationsplattformen in den einzelnen
      Jugendeinrichtungen

3.2. Präsentation der gesamten Ev. Jugend Gelsenkirchen und Wattenscheid im Internet

3.3. Integration der kreiskirchlichen Jugendarbeit

3.4. Kooperation mit Schulen in speziellen Internetprojekten
 
 

4.    Berücksichtigung des Jugendschutzes
 
 
 
 

1. Die Bedeutung der neuen Medien und des Internets für die Jugendarbeit

Die Onlinedienste boomen: Internetsurfen, Online-Shopping, interaktives Fernsehen sind längst Realität. Auch in den Schulen gewinnt das Internet immer mehr an Bedeutung und ist mittlerweile in vielen Lehrplänen zu finden. Doch leider ist die Zahl der Jugendlichen, die zu Hause über einen Internetzugang verfügen, noch sehr gering, obwohl gerade das Internet den Kindern und Jugendlichen neue Potentiale eröffnet.

Die Nutzung des Internets und der neuen Medien durch Jugendliche gewinnt zwar an Verbreitung, zumeist jedoch nur in den besserverdienenden Bevölkerungsschichten.

Internetcafés können mit einem entsprechenden medienpädagogischen Ansatz zu einem innovativen Projekt evangelischer Jugendarbeit werden, sowohl was die Arbeit in den Jugendzentren selbst als auch, was die Wirkung nach außen betrifft.
 
 

1.1 Zielsetzungen des Projekts

Im Bereich der Jugendarbeit verfolgen wir mit der Nutzung des Internets folgende Zielsetzungen:


1.2 Chancen des Internets für die Ev. Jugendarbeit in Gelsenkirchen und Wattenscheid

Die Ev. Jugendarbeit in Gelsenkirchen und Wattenscheid will mit ihrem Ansatz das Internet weiteren Bevölkerungsgruppen zugänglich machen. Die kreativen Möglichkeiten der neuen Medien sollen die Gelsenkirchener Kinder und Jugendlichen in der praktischen Jugendarbeit selbst erfahren. Dies soll nicht in Form einer einmaligen Schulung, bei der die spätere praktische Anwendung und der Erfahrungsaustausch miteinander fehlen, geschehen, sondern durch die Einrichtung zweier Internetcafés.

Mit den Internetcafés will die Evangelische Jugendarbeit auch Gemeinschaft und Gruppenarbeit der Kinder und Jugendlichen fördern und damit ein Gegengewicht zur Tendenz zur Vereinzelung bei der Kommunikation über Computer bilden. Die Idee, gemeinsam Dinge am Computer auszuprobieren und dabei auch gemütlich zusammen zu sitzen, hat weltweit zur Einrichtung mehrerer tausend Internetcafés geführt, die wiederum auch untereinander kommunizieren.

Zwei Internetcafés in der Ev. Jugend - das eine im Gelsenkirchener Norden und das andere im Süden - geben den dortigen Gemeinden die Möglichkeit, interessierten Kindern und Jugendlichen die elektronische Kommunikation und ihre Auswirkungen nahezubringen. Sie können Medienkompetenz u.a. in der Online-Jugendarbeit selbst, in Online-Chats und in gezielten Verteilungs- bzw. Versendeaktionen von E-Mails erwerben. Sie haben die Chance, die kommerziellen konsumorientierten Onlinedienste kritisch zu beurteilen und kompetent zu entscheiden, was sie wirklich an neuer Medienwelt wollen.

Die Internetcafés geben den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern die Möglichkeit zur vereinfachten Informationssuche zu relevanten Themen, zur schnellen Kommunikation zwischen beiden Jugendzentren und bei einer Ausweitung der Internetausstattung auf die Ebene der kreiskirchlichen Jugendarbeit auch zur flexiblen Kommunikation mit dem Ev. Jugendpfarramt.
 
 

2. Projektbeschreibung

2.1 Grundlagen der Internetcafés

Es werden zwei Internetcafés in der Ev. Jugend Gelsenkirchen eingerichtet:

Folgende Rahmenbedingungen müssen gewährleistet sein:


2.2 Nutzung der Internetcafés in der praktischen Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden

Es soll zunächst während der Öffnungszeiten der Jugendzentren und während der wöchentlichen Treffen der verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen ein Online-Treff eingerichtet werden. Hier lernen die Kinder und Jugendlichen spielerisch die Online-Welt kennen.

Ein besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die medienpädagogische Arbeit mit Mädchen gerichtet werden, die bislang weniger als Jungen mit der Arbeit am Computer und mit dem Internet vertraut sind. Ihr technisches Interesse soll geweckt werden, und sie sollen vielfältige Gelegenheiten erhalten, dieses Interesse umzusetzen.

Die Online-Arbeit findet dabei unter Betreuung durch die zuvor geschulten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Ev. Jugend der beiden Gemeinden statt. Alle Aktivitäten werden moderiert und begleitet.

Bei den ersten Online-Treffen steht die Informationsrecherche zu inhaltlichen Themenstellungen, z.B. für die konkrete Jugendarbeit, im Vordergrund. Nach dem Motto "gezielte Informationssuche" können so auch internationale Spiele, Internetpräsentationen anderer Kinder und Jugendlicher sowie Folien für Vorträge bzw. Unterrichtseinheiten gefunden und im Alltag genutzt werden.

Die Ergebnisse lassen sich dann per E-Mail zwischen den Internetcafés der beiden Gemeinden austauschen. Die Kinder und Jugendlichen lernen in der praktischen Anwendung den Nutzen der Online-Kommunikation kennen. Dies kann auch in Form der Teilnahme an Diskussionsgruppen (Newsgroups) erfolgen, von denen sich einige speziell mit Jugendfragen beschäftigen. Jugendliche sollten hier unter Beachtung der "Netikette" lernen, eigene Diskussionsbeiträge im Internet zu verbreiten. Weltweit sind viele Jugendgruppen im Internet vertreten, mit denen auf einfache Art ein intensiver Erfahrungsaustausch hergestellt werden kann.

Darüber hinaus sind auch andere Gruppenaktivitäten entsprechend den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen in den einzelnen Gemeinden möglich, ebenso Wochenendworkshops zu bestimmten Themenschwerpunkten. Hier gibt es die Möglichkeit, spezielle Projekte in Kooperation mit anderen Gruppen zu erarbeiten.

Die beiden Internetcafés sollen nicht nur zum "Herumsurfen" im Internet genutzt werden, sondern zur Begleitung und Ausweitung der Aktivitäten der Evangelischen Jugendarbeit in Gelsenkirchen-Buer-Hassel und in Rotthausen in verschiedenen weiterführenden Internet-Projekten.
 
 

3. Weiterführende Projekte

  • Über die o.g. Nutzung der Internetcafés hinaus können mit weiterer finanzieller Unterstützung die Potentiale der beiden Cafés ausgebaut werden. Dabei besteht die Möglichkeit, unter Verwendung des Internets organisatorische Abläufe der Jugendarbeit zu vereinfachen, verschiedene Online-Informations- und Kommunikationsplattformen aufzubauen und spezielle Internetprojekte in Zusammenarbeit mit Schulen zu erarbeiten.

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    Hierbei sind verschiedene Ebenen denkbar:


    3.1 Aufbau eigener Informations- und Kommunikationsplattformen in den einzelnen Jugendeinrichtungen

    Die einzelne Ev. Jugendeinrichtung kann Informationen in einer eigenen Internet-Plattform zusammenstellen, die sich teils an die eigenen Mitarbeiter als geschlossene Benutzergruppe richtet und teils offen ist für alle Internetnutzer (offene Benutzergruppe).

    Eine geschlossene und damit nur über ein Paßwort zugängliche Informationsplattform bietet die Möglichkeit, Aktionen der Jugendarbeit aufzuführen und zu dokumentieren. Die Zugriffsberechtigten, i.d.R. die Mitarbeiter der jeweiligen Ev. Jugendeinrichtung, können dann zeit- und ortsunabhängig den Aktionsplaner ändern oder Vermerke hinzufügen. Einzelne Informationsbereiche lassen sich dann auch so einrichten, daß die kreiskirchliche Jugendarbeit diese einsehen kann und sich damit jederzeit benötigte Informationen online abrufen kann.

    Mit dem Aufbau einer offenen Informations- und Präsentationsplattform können die Jugendlichen Ihre gewonnenen Erfahrungen umsetzen, indem sie ihre Jugendgruppe im Internet präsentieren. Dies wirkt sich positiv in einer Verstärkung der Außenwirkung der Jugendarbeit aus. In die Internetpräsentation können die nächsten Termine (z. B. des Jugendgottesdienstes, der Kindergruppe, der Kulturveranstaltungen und Projekte) veröffentlicht werden. Dargestellt werden sollten in jedem Fall Termine und Informationen zu eigenen Freizeiten, zu Ferienprogrammen sowie zu erlebnispädagogischen Angeboten und anderen Projekten. Dabei erhalten die Besucher dieser Seiten nicht nur Informationen über die Aktivitäten und geplanten Freizeiten, sie können auch per E-Mail mit den Jugendlichen in Kontakt treten und sich bereits für die nächste Freizeit anmelden. Auch über die Erlebnisse der letzten Freizeit kann berichtet werden.
     

    3.2 Präsentation der gesamten Ev. Jugend Gelsenkirchen und Wattenscheid im Internet

    Die Präsentationen der einzelnen Jugendeinrichtungen können in einer umfassenden Informations- und Kommunikationsplattform der gesamten Ev. Jugend Gelsenkirchen und Wattenscheid gebündelt werden. Hier lassen sich dann über einen Veranstaltungskalender alle Termine in Gelsenkirchen gemeindeübergreifend abrufen. Über die jährlichen Freizeiten erhält der Besucher dann ebenso Informationen wie zu den Sonderveranstaltungen.
     

    3.3 Integration der kreiskirchlichen Jugendarbeit

    Die Internetanbindung des kreiskirchlichen Jugendpfarramtes an die beiden Internetcafés ermöglicht eine Verkürzung und Vereinfachung des Informationsaustausches. Dies betrifft gemeinsame Aktivitäten, Projekte und Arbeitskreise, wobei auch hier geschlechtsspezifische Inhalte, z.B. die vielfältigen Angebote für Mädchen auf Kirchenkreisebene, von Bedeutung sind. Neue Programmideen können den beiden Jugendeinrichtungen schnell mitgeteilt werden, die daraufhin ihre individuellen Planungen kurzfristig ändern können.

    Sofern die anderen Gelsenkirchener Gemeinden auch über einen Internetzugang verfügen, ließe sich die gesamte Jugendarbeit vernetzen und in den organisatorischen Abläufen vereinfachen.
     

    3.4 Kooperation mit Schulen in speziellen Internetprojekten

    In verschiedenen Einzelprojekten bietet sich die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen an. Ein Projekt wäre ein allgemeiner Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendlichen der Ev. Lukas Kirchengemeinde Buer-Hassel und der Ev. Kirchengemeinde Rotthausen und den Schulkindern. Dies kann zur Weitervermittlung selbst erlernter Programmierungstechniken im Internet ausgeweitet werden.

    Ein anderes Projekt kann darin bestehen, daß die Schüler zusammen mit den Jugendlichen eine Internetpräsentation zu einem bestimmten Thema gemeinsam inhaltlich erarbeiten und internetgerecht programmieren. Bei diesem Projekt wird die Online-Arbeit begleitet von einzelnen persönlichen Treffen in den Internetcafés der Ev. Jugend Rotthausen und des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses.

    Für die Umsetzung der Ideen - von der Integration der kreiskirchlichen Jugendarbeit über den Aufbau der Informations- und Präsentationsplattformen bis hin zur Kooperation mit Schulen - ist jedoch eine weitere finanzielle Unterstützung erforderlich, die über das Leistungsvermögen der Fördergelder zur Errichtung der beiden Internetcafés hinausgeht.

    Die Jugendzentren beider Gemeinden sowie die kreiskirchliche Jugendarbeit versprechen sich eine Erhöhung der Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen in Gelsenkirchen, aber auch einen intensivierten Informationstransfer zwischen den Einrichtungen der Ev. Jugendarbeit.
     
     

    4. Berücksichtigung des Jugendschutzes

    Es werden geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen, um keine geltenden Jugendschutz-Bestimmungen zu verletzen. So werden die Kinder und Jugendlichen ohne Aufsicht keinen Zugriff auf die Onlinedienste haben. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Gemeinden sind darüber hinaus gegenüber dem Internet-Provider verpflichtet, sämtliche Bestimmungen des Deutschen Jugendschutzgesetzes einzuhalten. Jugendgefährdende Inhalte dürfen also Minderjährigen nicht zugänglich gemacht werden. Die Mitarbeiter werden dies im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht sicherstellen.
     
     

    diese Projektbeschreibung wurde erstellt von Ralf Müller in Verbindung mit der Firma gelsen-net
     
     

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