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Erstellen und Aufnehmen eines Hörspiels

Vorüberlegung / Ziele
· Kinder sind in ihren Lebensäußerungen gern laut, schreien, lachen, poltern Treppen rauf oder runter, weinen oder haben Spaß daran, ihre Stimme zu hören – insbesondere Erwachsene können das häufig nur schwer tolerieren.
· Andererseits sind Kinder im normalen Alltag bereitwillige Konsumenten vielfältiger gewollter und ungewollter akustischer Reize, die sie schnell auch überfordern können. Aus der Überfülle der akustischen Reize in Form von sowohl Lärm als auch der Lieblingsmusik, entsteht schnell eine physiologische Gereiztheit, deren Abbau oft mühevoll ist.
· In diesem Spannungsfeld kann ein Hörspielprojekt nachhaltige Kreativität freisetzen, wenn das strukturierte Spiel mit Straßengeräuschen, klassischen Tönen der Natur, Windgeräuschen oder Tierstimmen, sehr lauten und äußerst ruhigen Passagen zu einer Geschichte verbunden wird.
Die zu vertonende Geschichte sollte durchaus recht einfach sein:
z.B. der Ausflug mit Bus und Bahn zu einem Badesee, den später ein Gewitter „überschattetet“, bei dem vielleicht auch eine Geldbörse gestohlen wird – und bei dem es durch die Solidarität aller mit dem Bestohlenen doch noch ein schöner Tag werden kann.
Hier und in anderen Fällen kann es darum gehen, wie fast die gleichen Sätze oder kleinen Gespräche u.a. durch Musikeinsatz eine völlig andere Bedeutung erhalten.
Bei der Umsetzung einer Hörspielgeschichte werden in den Teams der beteiligten Kinder auch unterschiedliche Fähigkeiten abgefordert. Einige können sich phantasievoll den Ablauf einer Geschichte mit vielen Einzelheiten ausdenken, andere haben Lust, die dazu passenden Geräusche selbst herzustellen oder aus einem akustischen Fundus die passenden Sequenzen herauszusuchen. Viele Kinder sind natürlich gefordert, mit Lust und Betonung einzelne Rollen zu sprechen. Nicht zuletzt sollen die Kinder unter medienpädagogischer Betreuung erste Erfahrungen im elektronischen Schnitt der aufgenommenen Passagen einüben können. Die beste Möglichkeit, schon als Kind an kritischer Medienkompetenz teilzuhaben, besteht darin, selbst einmal mit den diversen Mitteln manipulieren zu dürfen.
Letztlich dürfte auch die Aussicht, das fertige Produkt nicht nur der Gruppe vorzuspielen, sondern das Hörspiel schließlich auch stadtöffentlich über den Lokalfunk auszustrahlen, eine weitere Motivation für zielgerichtetes wie lustvolles Arbeiten darstellen.

Durchführung
Den Kindern soll die Möglichkeit geboten werden, ihre Erzählfreude, Kreativität und auch handwerkliches Geschick unter fachkundiger Anleitung auszuprobieren. Die Entwicklung und Produktion eines Hörspiels umfasst die unterschiedlichsten Fähigkeitsbereiche. Für den Erfolg des abschließenden möglichst sendefähigen Produkts ist aber doch ein Team verantwortlich, nicht unbedingt nur der- oder diejenige. dessen Stimme zum Schluss am längsten im Radio zu hören ist.
Zum Projektende sollen die Kinder alle ihre Kopie des Hörspiels mit nach Hause nehmen können.
Die Kinder haben dann im Rahmen der Hörspielproduktion erfahren, wie sie künstlerisch als Medienproduzenten tätig werden können. Ein bis zwei inhaltliche Muster für kindgerechte Hörspiele werden im Vorfeld ausgewählt und den Kindern zur Abstimmung vorgestellt. Je nach Selbsteinschätzung ihrer Vorlieben und Fähigkeiten werden dann vier Gruppen gebildet, deren Ergebnisse in der 2. Hälfte der Projektzeit zum akustischen Gesamtbild vereinigt werden.
Den Höhepunkt und Abschluss des Hörspielprojektes sollen dann die beiden Studiotage beim Bürgerradiostudio der Neuen Essener Welle in Altenessen bilden.
Das fertige Hörspiel soll dann innerhalb der Bürgerfunksendezeiten im Lokalradio ausgestrahlt werden, kann aber natürlich auch über einen Internetlink, z.B. auf der Web-Site der Neuen Essener Welle oder der Ev. Jugend Rotthausen veröffentlicht werden.

Zielgruppe
Ca. 20 Jungen und Mädchen im Alter von 6-12 Jahren

Geplanter Ablauf
Täglich soll 4 Stunden kreativ gearbeitet werden.

Zeitlicher Rahmen
8 Tage in den Osterferienwochen 2009 in der Zeit von 10-14 Uhr

Nicola Bode, Erzieherin

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