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Projekt Graffiti 2001

1. Projekthintergrund
In jeder Stadt, so auch in Gelsenkirchen, finden sich an Wänden und Mauern, verteilt über das ganze Stadtgebiet, Graffitis, illegal angefertigt von Sprayern, meist jungen Leuten.
Neben dem mal mehr, mal weniger ausgeprägten künstlerischen Aspekt ist diese Tätigkeit der Jugendlichen mit den Stichworten Erlebnis, Abenteuerlust, Nervenkitzel verbunden, weil sie als Sachbeschädigung und damit als kriminelle Handlung gilt.
Gleichzeitig ist das Sprayen aber auch der Ausdruck des eigenen Lebensgefühls und der eigenen Kreativität.
So ist manchmal auch von der „Zurückeroberung der Stadt“ die Rede, und es gibt auch bereits Versuche, diese „Zurückeroberung“ in legalen Graffiti-Projekten umzusetzen.

2. Kennenlernen der Graffiti-Szene in Gelsenkirchen
Die jugendlichen Teilnehmer unseres Projekts sollen in einem ersten Schritt die Graffiti-Szene der Stadt kennenlernen und vorhandene Graffitis ansehen, photographieren, sich über deren Hintergründe informieren und darüber diskutieren.
Hieraus soll zunächst eine kommentierte Photoausstellung erwachsen.

3. Eigene kreative Tätigkeit der Projektteilnehmer
In einem weiteren Schritt sollen die Projektteilnehmer unter der fachlichen Anleitung eines Graffiti-Künstlers eigene Graffitis anfertigen. Dieser künstlerische Aspekt kann gar nicht genug betont werden, denn die Projektteilnehmer sollen auch lernen, daß Graffiti eine Kunstrichtung sein kann und daß sie selbst in der Lage sind, Kunstwerke anzufertigen.
Hierzu bieten sich Wände und Mauern im Stadtteil an, die von den Besitzern zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt werden bzw. Wände unseres Jugendzentrums, die unter dem Motto „Gestaltung des eigenen Lebensraumes“ für Graffitis genutzt werden sollen.
Im Rahmen eines solchen legalen Graffiti-Projektes kann der künstlerische Aspekt mehr in den Vordergrund gerückt werden, da mehr Zeit für die Feinarbeit zur Verfügung steht als bei illegalen nächtlichen Aktionen.
So können farbenprächtige, den Raum öffnende Bilder entstehen, die „die Stadt fröhlicher machen“.

4. Zielgruppe und Teilnehmerzahl
Wir wollen uns an eine Gruppe von ca. 15 Jugendlichen aus dem Stadtteil richten, die an 2 Terminen die Photos macht und die Ausstellung zusammenstellt. Für die Erstellung der eigenen Graffitis veranschlagen wir 3 Termine.
Insgesamt sind für das gesamte Projekt 26 Stunden vorgesehen.
Dieses Projekt knüpft an an unser Graffiti-Projekt 2000, bei welchem die Nachfrage nach den Teilnehmerplätzen sehr hoch war.

Ralf Müller
 

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