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Das goldene Wort

Die Einmaligkeit des Menschen

Während der Kinderbibelwoche haben wir immer wieder betont, dass keiner von uns wie der andere ist. Wir sind alle einmalige Geschöpfe Gottes.
Unsere Einmaligkeit zählt aber nur dann etwas, wenn es Mitmenschen gibt, die genauso einmalig sind wie wir selbst. Wir dürfen nicht nur unsere eigene Einmaligkeit bewundern, sondern wir müssen auch die Einmaligkeit unserer Mitmenschen achten. Erst das Miteinander mit anderen gibt meiner eigenen Einmaligkeit einen Wert.
Im Verlauf der Kinderbibelwoche haben wir versucht, unserem Herrn Malig begreiflich zu machen, dass jeder Mensch auf der Welt einmalig ist. Das war oft gar nicht so einfach. Es gibt Momente im Leben, da möchten wir gern genau so sein wie jemand anderes. Wir haben Vorbilder, denen wir versuchen nachzueifern, wir verändern unser Aussehen, ziehen die gleichen Klamotten an, machen die gleichen coolen Sprüche. Allenfalls gelingt es uns aber, eine schlechte Kopie unseres Vorbilds zu sein. Das musste auch Herr Malig einsehen, denn trotz seiner vielen Verkleidungen war und blieb er Adam Malig. Das konnten wir ihm mit seinem Daumenabdruck beweisen. Wir können unseren Vorbildern also noch so sehr nacheifern; am Schluss bleiben wir doch immer wir selbst.
Mit unserer Einmaligkeit sind uns verschiedene Talente und Begabungen gegeben. Unsere Kinderbibelwochenkinder haben viele verschiedene Talente: Viele können gut Sport treiben, andere schreiben gute Englischarbeiten, manche können gut singen, wieder andere können gut anderen helfen. Es gibt sogar welche, die zaubern können. Wir müssen uns alle darüber klar werden, welche Begabungen, Fähigkeiten und Talente wir haben. Wir dürfen keine Angst haben, unsere Talente zu nutzen. Wir dürfen sie nicht vergraben. Wir müssen sie zur Entfaltung bringen. Manchmal fällt es uns aber schwer, zu unseren Talenten zu stehen. Wir wollen mit unserer Einmaligkeit nicht auffallen und stellen uns in den Hintergrund. So wollte doch auch der Herr Malig seine Einmaligkeit verstecken. Manchmal ist es eben leichter, genau so wie alle anderen zu sein, ein Allerweltstyp.
Ich glaube, dass viele von uns ihr Licht unter den Scheffel stellen und nicht an ihre Fähigkeiten und Talente glauben.
Leider gibt es aber auch immer noch genügend Leute, die sich besonders wichtig vorkommen. Sie protzen durch die Gegend, fühlen sich besonders groß, sind richtige Supermänner. Solche supermaligen Typen sind zwar nach außen hin immer supercool und haben eine große Klappe, aber im Kopf ist oftmals nichts als heiße Luft. Nachdem Herr Malig bemerkt hatte, dass er als Supermann irgendwie auch auf der falschen Spur ist und sich nicht gerade beliebt gemacht hat, haben wir es dann doch geschafft, ihn auf den richtigen Weg zu bringen.
Das Bild des menschlichen Körpers zeigt sehr schön, wie einer nur zusammen mit dem anderen etwas erreichen kann. Zwar ist jeder Teil für sich einmalig, aber das allein reicht noch nicht aus. Nur als Ganzes kann der Körper funktionieren, und nur gemeinsam können wir alle zusammen mit unseren verschiedenen Talenten etwas erreichen.
Nach allem Nachdenken über Vielmaligkeit, Keinmaligkeit und Supermaligkeit hat unser Herr Malig ja auch verstanden, dass es gut ist, einmalig bzw. mitmalig zu sein. Wir sind alle genau so, wie uns Gott geschaffen hat und haben wollte. Mit unseren Stärken und Schwächen, unseren Eigenarten und Besonderheiten. Genau das gilt es zu begreifen für uns selbst und für unsere Mitmenschen.

Nicole Olbrich

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