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Workshop Clownsspiel

 

Bedeutung und Ziele des Clownsspiels für Kinder

Das Clownsspielen ist die schwerste Disziplin im Zirkus, denn es verbindet viele Fähigkeiten. Jeder Clown ist eigenartig und vielseitig, dies zeigt sich in Schminke, Kostüm und Name. Reprisenclown, Musikclown, Harlekin, Weißclown oder akrobatischer bzw. narrativer Clown sind einige der klassischen Clownsrollen im Zirkus. Den Clowns sind bei der Wahl von Requisiten und Ideen keine Grenzen gesetzt. Dennoch ist es wichtig, dass sie Meister in ihren Disziplinen sind. Nur so ist es möglich mit den verschiedenen Kunstfertigkeiten spielerisch umzugehen oder sie umzugestalten. Hierzu sagt der bekannte Sportpädagoge Ernst J. Kiphard:

„Der tägliche Clown in uns! Lernen wir vom Clown:

Zeigen wir uns so, wie wir wirklich sind. Zeigen wir, wie wir mit unseren Gefühlen im Körper leben und uns darstellen können. Ein täglicher Clown sein, heißt offen sein, ständig andere Standpunkte des Beobachtens einnehmen, Grenzen überschreiten und Normen über Bord werfen, Zugänge zum eigenen ICH finden, immer neue Handlungsmöglichkeiten entdecken und Mut haben, um mit eigener Phantasie die Welt zu verändern. Akzeptieren wir Menschen, wie er sich darstellt, wenn er mit seinem Körper handlungsfähig wird! Setzen wir unsere körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, unsere Mimik, Gestik, Bewegung wieder bewusster ein. Fühlen wir und verblüffen wir mit unserem Körper. Lachen und freuen wir uns, wenn wir körperliche Ausdrucksgrenzen überschritten haben, wenn unsere Mitmenschen erstaunt sagen: „Du bist ja ganz anders!“. Wir sollten die Chance nutzen, über den täglichen Clown in uns mehr Verfügung über das eigene Leben zu erhalten. Mit Witz, Kreativität und Offenheit.“[1]

Durch das Clownsspiel werden menschliche Fähigkeiten, wie das Staunen, sich Öffnen, sich unvoreingenommen seinen Emotionen auszusetzen, angeregt.

Gerade auch für Kinder und Jugendliche in der Pubertät kann durch das Clownsspielen der Drang nach Freiheit und Ungebundenheit ausgelebt werden. Für Clowns ist Interaktion eine große, gut zu beherrschende Kompetenz. Nicht nur die Interaktion mit ihren Spielpartnern auf der Bühne, sondern vor allem die mit dem Publikum. Das bedeutet weniger egoistisch zu sein und Empathiefähigkeit zu entwickeln. Das gemeinsame Erleben und Tun erfordert Disziplin, Rücksichtsnahme, Einordnen in die Gruppe und fördert somit die sozialen Kompetenzen der Kinder. Das Spielen von neuen Rollen und die Auseinandersetzung mit diesen fördert das Selbstbewusstsein und die Selbsteinschätzung.

 

Ablauf eines Clownsworkshops

1.      Tag:

-         Warm up! Clownsvorführung durch den Workshopleiter für alle Teilnehmer zum Einstieg in das Thema und kennenlernen des Workshopleiters.

-         Vorstellungsrunde der Teilnehmer: Die Kinder stellen sich mit Namen und großer Geste vor.

-         Fragerunde:

Was bedeutet das Clown sein?

Der Unterschied zwischen Klassen und Zirkusclown

„Die 10 goldenen Regeln der Clowns“

Regeln für den Umgang miteinander

-         Erstes Schauspieltraining mit einüben von verschiedenen Gesten und Mimiken.

-         Verschiedene Gruppenspiele zum Thema:

Der Zirkusdirektor sagt:

Stille Mimikpost

Pantomimeraten

 

2.     Tag:

-         Warm up! Zirkusspiele.

-         Vorstellung verschiedener Clownsnummern durch den Workshopleiter:

·        „starker Mann“

·        Die Zirkusdirektoren

·        Spiegelclowns

·        Windelclowns

·        „Beppo und Zippo“

·        Die Scheibenputzer

·        We will rock you Clowns

·        Klobürstenjonglage

 

-         Ausprobieren der verschiedenen Nummern

-         Verteilung der Nummern nach individuellen Stärken

-         Alle Teilnehmer geben sich eigene Clownsnamen

 

3.     Tag:

-         Warm up! Zirkusspiele

-         Erlernen der gewählten Nummern

-         Vorführung der gelernten Clownsnummern

-         Videoreflexion

 

Während der Trainingszeiten wird immer wieder ein kleiner Block mit gemeinsamer Jonglage zur Auflockerung stattfinden.

 

Sascha Koepernik, Zirkuspädagoge

 

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[1] Kiphard, E.J./Pade, H.J. (1986): Der Clown in Dir. Hannover: Fackelträger Verlag